Anatolian Metal VIII | Internationales Symposium

Eliten-Handwerk-Prestigegüter

17.-19. November 2016 | Deutsches Bergbau-Museum Bochum

Anatolian Metal VIII widmet sich frühen elitären Gesellschaften und deren Netzwerke in Anatolien und dem Vorderen Orient. Während wegen politischer Unruhen Ausgrabungen in Ländern wie dem Libanon, Syrien und Irak derzeit nur eingeschränkt oder gar nicht realisierbar sind, gewinnen archäologische Feldforschungen in der Türkei zunehmend an Bedeutung: Die aktuellen Ausrabungen in Arslantepe, Güvercinkayası, Limantepe oder Çine Tepecik sowie die langfristigen Projekte in Hattuşa, Kültepe, Troia oder Ephesus bringen vielseitige neue Erkenntnisse über frühe Kulturen. Von Anatolien ausgehend versuchen wir die kulturelle Geschichte der Region zu verstehen.

Zurzeit werden einige herausragende Fundkomplexe aus verschiedenen Elitengräbern wie z. B. aus Alacahöyük, Ur und Varna neu evaluiert. Durch diese multidisziplinären Forschungen erfahren wir immer mehr über die Eliten, über ihre Netzwerke sowie über ihre Organisationen.
Dabei stehen folgende Fragen im Fokus:

  • Wer hat Prestigegüter gefertigt?
  • Wo wurden Prestigegüter hergestellt?
  • Waren die Prestigegüter produzierenden Werkstätten organisiert?
  • Wie funktionierten die Handelssysteme?

Der oben kurz skizzierte Forschungsstand in Anatolien und dem östlichen Mittelmeerregion soll bei der Tagung ausführlich diskutiert werden. Nach dem Gedenken an Halet Çambel wird Mehmet Özdoğan mit einem Vortrag über „Criteria for the Elitist Society in Archaeology“ in die Thematik der Tagung einführen.
Sie gliedert sich in folgende Themenschwerpunkte:

  • Eliten - Paläste - urbane Zentren
  • Eliten und ihre Bestattungen
  • Eliten - Prestigegüter - Handel - Netzwerke
  • Kunst - Technik - Innovation

Bei der Tagung soll Frau Prof. Dr. Halet Çambel (1916-2014) gedacht werden, die zu den weltweit führenden Persönlichkeiten der vorgeschichtlichen Archäologie gehörte. Sie hat seit ihrer Studienzeit in Anatolien an verschiedenen Grabungsprojekten gearbeitet, wichtige Grabungen und Forschungsprojekte initiiert und geleitet: Sie gehört zu den Pionieren der türkischen Archäologie, die schon in den 1960er Jahren die ersten Verbundprojekte mit internationaler Beteiligung organisierte und die multidisziplinäre Vorgehensweise in der türkischen Archäologie förderte. Beispielhaft sind ihre Forschungen in Çayönü Tepesi und Karatepe-Arslantaş.
Sie ist im 12.01. 2014 gestorben, wäre im Juni 2016 100 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass werden mit dieser Tagung ihre unermesslichen Verdienste für die anatolische und vorderasiatische Archäologie gewürdigt.

Die Teilnahme an der Tagung ist kostenfrei, eine Anmeldung zur Tagung ist jedoch zwingend erforderlich. Benutzen Sie dazu bitte das Anmeldeformular. Laden Sie es herunter, füllen es aus und drücken bitte anschließend den Button Absenden.

Anmeldeformular

Program (pdf)

Ort

Deutsches Bergbau-Museum Bochum, 44791 Bochum, Europaplatz

Kontakt

Ünsal Yalcin Tel.: +49 (234) 968 4042
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Veranstalter

Deutsches Bergbau-Museum Bochum, Forschungsbereich Archäometallurgie

Generalkonsulat der Republik Türkei, Essen