Vergangene Sonderausstellungen

Sonderausstellung - bergauf bergab

BERGAUF BERGAB

10 000 Jahre Bergbau in den Ostalpen

31. Oktober 2015 - 24. April 2016

Heute ziehen die Alpen jährlich unzählige Touristen an, denn die Anreise oder Überquerung mit Flugzeug, Bahn und Auto stellt kein Problem mehr dar. Doch das raue Klima und das schwierige Gelände haben die Erschließung der Alpen für lange Zeit zu einer Herausforderung gemacht.
Schon früh, nach dem Ende der letzten Eiszeit, begannen die Menschen, sich für die Schätze der Alpen zu interessieren. Anfänglich nutzten sie hauptsächlich die mineralischen Rohstoffe wie Feuerstein und Bergkristall. Später sorgten der Abbau und die Verarbeitung von Metallen wie Gold und Silber, aber auch Kupfer, Blei und Eisen für erheblichen Reichtum. Auch die Förderung des zu damaliger Zeit sehr teuren Salzes trug erheblich zum Wohlstand der Alpenbewohner bei. Hunderte Originalexponate von rund 40 Leihgebern aus Österreich, Italien und Deutschland geben einen Einblick in 10.000 Jahre Bergbau-, aber auch Menschheitsgeschichte in den Ostalpen. Nicht nur im Bergbau ging es dort immer wieder „bergauf“ und „bergab“.

Weiter

POP UP!

POP UP!

Eine Ausstellung der Bochum Scientific Collections (boscol)

15. Januar - 21. Februar 2016

Showroom und Schauraum - 13 wissenschaftliche Sammlungen und Archive der Ruhr-Universität Bochum und des Deutschen Bergbau-Museums geben sich die Ehre.
Nach dem großen Erfolg des boscol-Pop-up-Showrooms in der Einkaufsmeile Bochums ist die Ausstellung aus dem Blue Square, dem Haus der Ruhr-Universität in der Stadt, ins Museum gezogen.
In einer ungewöhnlichen Ordnung steht Kurioses und Exotisches hier neben Alltäglichem, Bekanntes neben Unbekanntem, Künstlerisches neben Technischem, Unikat neben Massenprodukt. Dieses Kaleidoskop macht neugierig auf die Welt der Dinge und animiert, Fragen zu stellen / wirft überraschende / spannende Fragen auf.

Sonderausstellung - Keine Kohle mehr

Keine Kohle mehr

Sonderausstellung zum Fotoprojekt von Thomas Stelzmann und Wolf R. Ussler

17. April - 30. Juli 2015

Ende 2018 endet eine deutsche Ära: Der subventionierte Steinkohlenbergbau in Deutschland ist dann Geschichte.

Für das Fotoprojekt Keine Kohle mehr haben die beiden Düsseldorfer Fotografen Thomas Stelzmann und Wolf R. Ussler ehemalige Bergleute wieder auf den Boden ihres einstigen Pütts zurückgeholt und dort in Szene gesetzt. Grundlage der Bilder sind die Essenzen der Lebensgeschichten, die die Fotografen zusammengetragen und analysiert haben. Diese Geschichten offenbaren, welche Ereignisse und Begeben- heiten das Leben eines jeden Portraitierten geprägt und diesem Leben oft einen Sinn gegeben haben.

Ussler und Stelzmann arbeiteten oft gegen die Zeit: Manche Fotos entstanden unmittelbar vor oder gar während des Abrisses eines Bergwerks. Buchstäblich in letzter Minute wurden hier zwischen Abrissmaschinen die letzten Bilder eines Arbeitsplatzes gemacht, bei dem einst tausende Menschen in Lohn und Brot standen. Das Fotoprojekt will nicht nur dokumentieren und die Erinnerung an eine nahezu vergangene Industriekultur und den Einfluss auf die Menschen bewahren helfen. Es möchte auch den strukturellen Wandel der einstigen Zechenlandschaft vermitteln.

Glückauf und Ugur Ola

Glückauf und Uğur Ola

Türkische Kumpel zwischen Zonguldak und Ruhrgebiet

2014-15

Der Ruhrbergbau zog seit langem Arbeitskräfte von weither an. Ab den 1960er Jahren kamen durch ein Anwerbeabkommen viele Bergmänner und -lehrlinge aus der Türkei, genauer aus der Region Zonguldak, dem Zentrum des türkischen Steinkohlenbergbaus an der Schwarzmeerküste. Die Lebenserinnerungen dieser ehemaligen Bergleute stehen im Mittelpunkt der Ausstellung. Sie erzählen ihre Geschichte und ergänzen diese mit privaten Fotos und Dokumenten. Die Ausstellung ist eine Kooperation des Deutschen Bergbau-Museums Bochum mit IFAK e.V. – Verein für multikulturelle Kinder- und Jugendhilfe – Migrationsarbeit, der inzwischen auf 40 Jahre Erfahrung mit inter- kultureller Arbeit zurückblickt. Sie wurde unterstützt durch den Zonguldak Kultur- und Solidaritätsverein e. V. aus Gelsenkirchen. Die Ausstellung ist zweisprachig, in Deutsch und Türkisch, gestaltet.

Schrumpfendes Holz, wachsendes Eisen

Schrumpfendes Holz, wachsendes Eisen

Eine Ausstellung über das KUR-Projekt "Massenfunde in archäologischen Sammlungen"

2014-15

Wer sich schon immer für Archäologie interessiert hat und sich etwas fragt, warum so wenig Holz in den Sammlungen ist oder wie man Jahrhunderte altes Eisen wieder »auf Hochglanz« bringt, der sei recht herzlich in diese Sonderausstellung eingeladen.

Archäologisches Holz und Eisen gehören zu den am schwierigsten zu konservierenden Materialien: Während sie im Boden mitunter Jahrtausende überdauert haben, beginnen sie häufig sofort nach der Bergung zu zerfallen. Holz schrumpft und zerreißt, wenn es unkontrolliert getrocknet wird, Eisen zerbirst quasi in Zeitlupe durch die neu beginnende voluminöse Korrosion in seinem Innern.

Diese besondere Problematik wurde im Rahmen des Forschungsprogramms KUR untersucht, einem Programm zur Konservierung und Restaurierung von mobilem Kulturgut. Die Ausstellung, die federführend durch die Archäologische Staatssammlung München und das Römisch-Germanische Zentralmuseum Mainz erstellt wurde, stellt nun erstmalig die Problematik um die archäologischen Materialien Holz und Eisen sowie die verschiedenen Lösungsansätze, die im Projekt behandelt wurden, auch für Laien verständlich vor.

150 Jahre Westfälische Berggewerkschaftskasseund DMT-LB

Das Wissensrevier

150 Jahre Westfälische Berggewerkschaftskasse / DMT-Gesellschaft für Lehre und Bildung

2014-15

Was haben der Eurotunnel, das Münchner Olympia-Stadion und die Bigge-Talsperre gemeinsam? Bei ihrem Bau kam maßgeblich in Bochum entwickelte Technik der Westfälischen Berggewerkschaftskasse (WBK) zum Einsatz. Dabei ist im Falle der Untertunnelung des Ärmelkanals „maßgeblich“ wörtlich zu verstehen. Das bei der WBK entwickelte Vermessungsgerät sorgte nämlich dafür, dass Franzosen und Briten nicht aneinander vorbei bohrten. Die WBK und ihre direkte Nachfolgerin, die DMT-Gesellschaft für Lehre und Bildung mbH (DMT-LB), feiern mit dieser Sonderausstellung ihr 150-jähriges Jubiläum. Im Jahr 1864 wurde die WBK als zentrale Ausbildungs- und Wissenschaftsinstitution des Ruhrbergbaus gegründet. An den von ihr betriebenen Schulen wurden Generationen von Steigern und Berglehrlingen ausgebildet, während ihre zahlreichen Forschungseinrichtungen die wissenschaftlichen Grundlagen für den Steinkohlenbergbau im Ruhrgebiet lieferten. Die Bergbauindustrie lebte nicht nur von der körperlichen Arbeit der Bergleute, sondern erforderte immer auch technisches, naturwissenschaftliches und wirtschaftliches Verständnis. So wurde das Steinkohlenrevier auch zu einem „Wissensrevier“, in dessen Zentrum die WBK als Produzentin und Vermittlerin von Bergbauwissen stand.

Silberpfade zwischen Orient und Okzident

Silberpfade zwischen Orient und Okzident

Silbergewinnung zur Zeit Karls des Großen und Harun Al-Raschids

2014-15

Karl der Große und Harun al Raschid. Zwei charismatische Herrscher des Mittelalters, zwei Großmächte, zwei Leitfiguren eines neuen Zeitalters. Bei allen Unterschieden lassen sich auch viele Parallelen über Struktur, Herrschaftsform und Wertekanon zwischen beiden benennen. Beide Herrscher markieren nicht nur einen machtpolitischen, sondern auch einen zivilisatorischen Höhepunkt für die Völker ihrer Reiche.
Zwischen Aachen und Bagdad – 5000 km voneinander entfernt - entfalten die Künste und Wissenschaften eine glanzvolle Dynamik.

Am Beispiel des Silberbergbaus werden im Rahmen der Ausstellung unterschiedliche Techniken gezeigt, die zeitgleich im fränkischen und im abbassidischen Reich anzutreffen sind: Während zum Beispiel fränkische Bergleute in Melle (Frankreich) die Mineralien mittels Feuersetzen gewinnen, arbeiten persische Bergarbeiter in ar-Radrad (Yemen) ausschließlich mit Schlägel und Meißel.

Ein Vergleich des jeweiligen technischen und sozialen Kontextes erlaubt Rückschlüsse auf die historische Entwicklung des Silberbergbaus aus archäologischer Perspektive.

Wertvolle Erde

Wertvolle Erde

Der Schatz im Untergrund

2013-14

Die Wanderausstellung "Wertvolle Erde" widmet sich den geologischen Rohstoffen, ihrer Entstehung, der Erkundung und Gewinnung sowie der Verwendung und Wiederverwertung jener Reserven, die die Erde uns zu bieten hat.

Dabei beantwortet sie viele Fragen: Wie und über welchen Zeitraum entstehen geologische Rohstoffe? Wie werden sie gesucht und gefunden? Wie und wo werden sie heute abgebaut? Welche Methoden gibt es, Lagerstätten sinnvoll und effektiv zu nutzen? Wo finden geologische Rohstoffe, insbesondere Erze, in der Industrie Verwendung und wie können diese Rohstoffe sinnvoll wiederverwendet werden?

Zukunft leben! Die demografische Chance

Zukunft leben! Die demografische Chance

2013

Im Wissenschaftsjahr 2013 verdeutlichte die Ausstellung „Zukunft leben – Die demografische Chance“ der Leibniz-Gemeinschaft auf anschauliche Weise, wie sich der demografische Wandel auf unser Leben auswirkt.

In neun Abteilungen wurde auf der Basis von Ergebnissen und Lösungsvorschlägen aus der Forschung gezeigt, wie wir morgen lernen, arbeiten, Familien bilden, altern und wohnen werden.

Weiter

Unbekanntes Kasachstan - Archäologie im Herzen Asiens

Unbekanntes Kasachstan - Archäologie im Herzen Asiens

2013

Gemeinsam mit kasachischen Kollegen betreibt das DBM seit Jahren ein Forschungsprojekt vor allem zum alten Kupfer- und Zinnbergbau in Kasachstan. Hieraus entstand die Idee für ein Ausstellungsprojekt.

Auf 850 m2 Ausstellungsfläche wurde ein großartiges Land mit unterschiedlichsten Landschaften, freundlichen Menschen und vielen verschiedenen Kulturen aus Tausenden von Jahren vorgestellt. Mehr als 1000 direkt aus Kasachstan eingeflogene Originale aus 6000 Jahren Geschichte verdeutlichten den kulturellen Reichtum dieses riesigen Landes. Verschiedene multimediale Präsentationen ermöglichten es, näher in die Thematik einzusteigen oder sich einfach nur von der Schönheit des Landes und seiner Kultur berauschen zu lassen.

Zum Projekt


Schätze der Anden - Chiles Kupfer für die Welt

Schätze der Anden - Chiles Kupfer für die Welt

2011/12

Auf rund 800 m2 präsentierte das Deutsche Bergbau-Museum Bochum eine spektakuläre Ausstellung, das Ergebnis einer fast zehn Jahre lang dauernden, sehr erfolgreichen Zusammenarbeit mit dem chilenischen Bergbauunternehmen der CODELCO (Corporación Nacional del Cobre de Chile), einem Global Player.

Der Kupferbergbau in Chile hat in Europa unbekannte, gewaltige Dimensionen: er stellt heute fast 40 % des Weltbedarfs an Kupfer zur Verfügung.

Schwerpunkte der Ausstellung waren unter anderem der moderne Kupferbergbau in Chile, die wirtschaftliche Bedeutung des chilenischen Kupferbergbaus, die Stadt Sewell als UNESCO-Weltkulturerbe sowie die erfolgreiche Grubenrettung der 33 verschütteten chilenischen Bergleute in 2010.

Auf breiten Schultern - 750 Jahre Knappschaft

Auf breiten Schultern - 750 Jahre Knappschaft

2010/11

Die Ausstellung zeigte einen Rundgang durch 750 Jahre Arbeits- und Lebenswirklichkeit der Knappen und Bergarbeiter.
Gespannt wurde der Erzählbogen vom Lederschuh eines Bergmanns aus der Zeit um 1000 n. Chr. bis zu einer Inszenierung zur gegenwärtigen Debatte über den "gläsernen Patienten".


Glück Auf! Ruhrgebiet - Der Steinkohlenbergbau im Ruhrgebiet nach 1945

2009/10

Glück auf! Ruhrgebiet – In diesem ureigensten Wortsinn unterstrich diese Sonderausstellung die besondere Bedeutung des Steinkohlenbergbaus für das Ruhrgebiet. Die Steinkohle war der Motor für den Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg und hat so entscheidend zur Entwicklung und zum Wohlstand unseres Landes beigetragen.

In der chronologisch aufgebauten Ausstellung verzahnten sich historische, wirtschaftspolitische und technische Sichtweisen miteinander.

Die Grubenkatastrophe von Courrières 1906

Die Grubenkatastrophe von Courrières 1906

2006

Am 10. März 2006 jährte sich zum 100. Mal die Bergwerkskatastrophe von Courrières (Nord-Pas-de-Calais), bei der 1099 Bergleute den Tod fanden. Es war eine der größten Katastrophen in der Bergbaugeschichte überhaupt.

Aus diesem Anlass veranstalteten deutsche und französische Historiker eine Ausstellung in der Martin-Opitz Bibliothek in Herne sowie vom 17.-19. März 2006 eine wissenschaftliche Tagung im Deutschen Bergbau-Museum Bochum aus einem „transnationalen“ Blickwinkel.


Das Schiff von Uluburun - Welthandel vor 3000 Jahren

Das Schiff von Uluburun - Welthandel vor 3000 Jahren

2005/06

Unser Museum feierte 2005 sein 75-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass wurde eine Sonderausstellung zum Thema Versorgung und Handel mit Rohstoffen in der Späten Bronzezeit gezeigt. Dabei standen der Ostmittelmeerraum und seine Kulturen im Mittelpunkt.

Ausgangspunkt der Ausstellung bildet die Ladung eines vor gut 3300 Jahren vor der türkischen Küste bei Uluburun gesunkenen Handelsschiffs, das einen völlig neuen, einzigartigen Beitrag zum spätbronzezeitlichen Handel lieferte.