Zur Archäometallurgie der südlichen Levante und Ägyptens

Zur Archäometallurgie der südlichen Levante und Ägyptens

Jahrzehntelang forschte das DBM im südlichen Jordanien und in Israel zu technologischen und kulturellen Entwicklungen im Bergbau- und Hüttenwesen. Die Studien in den Erzrevieren von Faynan und Timna konzentrierten sich auf Aspekte zur frühen Gewinnung von Kupfer. Mittels Provenienzstudien gelang es, Absatzmärkte und damit den Handel mit Kupfer aus dieser Region auf die Spur zu kommen. Diese Forschungen werden aktuell in einer Reihe von Studien weitergeführt und hängen von den nach und nach verfügbaren Artefakten ab. Eines der größeren Projekte ist das folgende:

Archäometallurgie im Sinai und Ägypten

Die Bedeutung der Erzreviere von Faynan und Timna muss in der Zeit vom 5. - 3. Jahrtausend v. Chr. enorm gewesen sein: Nachgewiesen ist der Export von Erzen (und Metall?) in die Region der südlichen Levante (heutiges Aqaba) sowie möglicherweise bis in das Nildelta und nach Mesopotamien. Ob der Handel tatsächlich so weitreichend war, soll mittels geochemisch-isotopischer Provenienzstudien und Forschungen zur Technologie geklärt werden. Die Untersuchungen umfassen einerseits die Erzlagerstätten, andererseits Metallfunde von zwei chalkolithischen Siedlungen bei Aqaba (Tall Magass, Tall Hujayrat al-Ghuzlan) sowie von Fundorten im Sinai und in der Ostwüste Ägyptens.


Projektträger

Deutsches Bergbau-Museum Bochum



Veröffentlichungen

  • Hauptmann, A., The Archaeometallurgy of Copper. Evidence from Faynan, Jordan. Natural Science in Archaeology series. Springer Heidelberg-New York
  • Hauptmann, A., Schmitt-Strecker, S. & Begemann, F., 2012, Kfar Monash – a chemical and lead isotopic study into the provenance of its copper. Paléorient 37,2, 65-78.
  • Abdel-Motelib, A., Bode, M., Hartmann, R., Hartung, U., Hauptmann, A. & Pfeiffer, K., 2012, Archaeometallurgical expeditions to the Sinai Peninsula and the Eastern Desert of Egypt (2006, 2008). Metalla 19.1/2, 3-59.