Unbekanntes Kasachstan. Archäologie im Herzen Asiens

Unbekanntes Kasachstan. Archäologie im Herzen Asiens

Die reichen Lagerstätten Ostkasachstans, vor allem die Zinnlagerstätten und ihre bronzezeitliche Nutzung standen im Zentrum der bisherigen Forschungsarbeiten. Diese im Jahr 2010 vorerst abgeschlossenen Aktivitäten (deren Weiterführung vorgesehen ist) wurden 2013 in einer Sonderausstellung des Deutschen Bergbau-Museums Bochum der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Die ersten Arbeiten konzentrierten sich auf die Prospektion alter Bergbauspuren. Inzwischen hat sich die Forschungsstrategie geändert, und es werden nun Bergbau, Siedlungswesen, rituelle Plätze und Gräberfelder bronzezeitlicher Bergleute in einem Zinnerzrevier untersucht werden. Der Andronovo-zeitliche Zinnbergbau geht bis in das beginnende 2. Jahrtausend v. Chr. Zurück. Gleichzeitig wurden in Ostkasachstan Kupfererze abgebaut. Dies lässt Rohstoffverbünde erwarten, die eine Erklärung für die expansive Entwicklung der Andronovo-Kultur bis nach Nordchina sein könnte. Neben Geländeforschungen im Zinnrevier von Askaraly werden Metallartefakte des 2. Jahrtausend v. Chr. aus Ost- und Zentralkasachstan und mögliche dazugehörige Erzlagerstätten untersucht.


Zugehöriges Projekt

Vorislamische Zinngewinnung in Mittelasien


Projektträger

Deutsches Bergbau-Museum Bochum

Förderung

Deutsches Bergbau-Museum Bochum

Deutsche Bahn

Bogestra

Gerda-Henkel-Stiftung

Kooperation

Ministerium für Bildung und Wissenschaft der Republik Kasachstan

Institut für Archäologie / A. Margulan, Dr. Z. Samashev

BTU Cottbus / Prof. Dr. Rainer Herd (Lagerstättenkunde,Geophysik)

Labor für quartäre Hölzer, Langnau, Schweiz / Werner H. Schoch

Ruhr-Universität Bochum

Laufzeit

2004 - 2010 (Forschungsprojekt)

2010 - 2013 (Ausstellungsprojekt)



Veröffentlichungen

  • Stöllner, Thomas & Samašev, Zajnolla (Hrsg.), Unbekanntes Kasachstan. Archäologie im Herzen Asiens. Ausstellungskatalog Deutsches Bergbau-Museum Bochum 2013.