Gold: Gewinnung und Artefakte

Problemstellung

Im Vergleich zu Kupfer und Bronze sind die frühen Gewinnungstechnologien und die Verbreitung von Gold weniger gut erforscht: Zum einen war die Ausbeutung von Goldlagerstätten komplizierter; zum anderen erschweren heute konservatorische Probleme eine Probenahme bei Artefakten. Regionale Schwerpunkte des Forschungsschwerpunkts sind die Königsgräber von Ur in Mesopotamien, wo Tausende von Goldartefakten gefunden wurden, das Gebiet des (Trans-) Kaukasus in Georgien, Anatolien (Alacahöyük) sowie Syrien (Ebla). Die beiden Forschungsleiter, Prof. Dr. A. Hauptmann (Bochum) und Frau PD Dr. Sabine Klein (Frankfurt) sind Consulting Scholars am Penn Museum, Philadelphia.

Zielsetzung

Hier sollen die bronzezeitlichen Methoden der Goldgewinnung vom Bergbau bis hin zu den metallurgischen Verfahren erforscht werden. Wie wurde Gold erschmolzen, ab wann wurde legiert, wann setzte der Gold-Silber-Scheideprozess ein? Außerdem sollen die frühen Handelswege des Goldes erforscht werden. Welche Rolle spielten z. B. die Goldländer Ägypten und Nubien in der Alten Welt? Wichtig für unsere Untersuchungen sind häufig auftretende Einschlüsse der Platingruppenelemente.


Forschungsprojekte

Königsgräber von Ur

Metalle in Mesopotamien (Projekt Ur)

Das Pennsylvania University Museum for Archaeology and Anthropology in Philadelphia (Penn Museum) besitzt eine große Sammlung von Metallartefakten aus Kupfer, Bronze, Silber und Gold, die Sir Leonard Woolley zwischen 1922 und 1934 in den Königsgräbern von Ur (Mitte 3. Jahrtausend) ausgegraben hatte.

Weiter

Gold in Georgien

Gold in Georgien

In Georgien sind ideale Voraussetzungen vorhanden, um die Metallurgiekette des Goldes vom Erz zum Metall zu verfolgen. Goldvorkommen ermöglichten Probenahmen des Edelmetalls für analytische Zwecke.

Weiter