Industrielles Erbe (Industrial Heritage Science)

Um die Kernaufgaben eines vorwiegend technisch ausgerichteten Museums bewältigen zu können, müssen Fragen zur materiellen Erhaltung von Kulturgut mit einer großen Werkstoffvielfalt beantwortet werden. Forschungen zu diesem Schwerpunkt betreffen dabei nicht nur Objekte des eigenen Museums. Entwicklungs- und Evaluierungsprojekte bieten wissenschaftliche Dienstleistungen im Konservierungs-, Schutz- und Neunutzungsbereich vor allem des industriellen Erbes.


Forschungsprojekte

Moderne bildgebende Verfahren in der Denkmalpflege

Moderne bildgebende Verfahren in der Denkmalpflege

Die rasant fortschreitende Entwicklung digitaler Sensoren ermöglichen neue Wege in der Abbildung und Darstellung von Denkmälern und Museumsobjekten für Forschung, Dokumentation, „Monitoring“ und „Controlling“.

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Erprobung neuer bildgebender Verfahren

Erprobung neuer bildgebender Verfahren

Für das ausgehende Mittelalter und die frühe Neuzeital gilt Castel-Minier bislang als das größte Bergbaurevier Frankreichs.

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Projekt zur Erhaltung montangeschichtlicher Zeugnisse am Originalstandort: Die Malakofftürme des Ruhrgebiets

Während der Industrialisierung des Ruhrgebietes in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstand im Bergbau mit den sogenannten Malakofftürmen ein Fördergerüsttypus von besonderer Bedeutung für den europäischen Denkmalbestand.

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Industriedenkmal Prosper II

Industriedenkmal Prosper II

Denkmalgerechte Erhaltungsmaßnahmen: Das DBM setzt sich aktiv für den Erhalt dieses bergbaulichen Zeugnisses am Originalstandort ein.

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Schiffshebewerk Henrichenburg

Das Schiffshebewerk Henrichenburg

Unterhalb der stählernen Hebekonstruktion befindet sich ein großes Natursteindamm-bauwerk. Hier führt das DBM denkmalgerechte Dokumentation sowie Schadensuntersuchung und -monitoring durch.

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Die Erhaltung der Salpetergewinnungsstätten Santa Laura und Humberstone in Chile (UNESCO-Weltkulturerbestätten)

Die Erhaltung der Salpetergewinnungsstätten Santa Laura und Humberstone in Chile (UNESCO-Weltkulturerbestätten)

Chile verfügt über die abbauwürdigsten Salpeterlagerstätten der Welt. Sie liegen im Norden Chiles in einem rund 700 km langen Streifen in der Atacamawüste.

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abgeschlossene Forschungsprojekte

Antiaging für Kulturgut mit Elastomeranteilen

Konservierungs- und Restaurierungsverfahren zur Erhaltung von Composite-Objekten mit hohen Elastomer- und anderen Kunststoffanteilen (Gummimaterialien)

Entwicklung und Praxiserprobung von Konservierungs- und Restaurierungsverfahren zur Erhaltung von Komposit-Objekten mit hohen Elastomer-(natürliche und synthetische Gummimaterialien) und anderen Kunststoffanteilen

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Unterirdische Stadtanlagen von Oppenheim

Unterirdische Stadtanlagen von Oppenheim

Unter Oppenheim am Rhein befindet sich ein etwa 40 Kilometer langes System von Kellern, Gängen und Treppen, das sich in fünf Ebenen unter der Stadt erstreckt. Der Forschungsbereich Informationssysteme hat dieses unvergleichliche Bodendenkmal dokumentiert und dazu beigetragen, es zu erhalten und nach umfangreichen Sanierungen für eine touristische Nutzung vorzubereiten.

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Modellierung unterirdischer Hohlräume

Modellierung unterirdischer Hohlräume

Die Erforschung bergmännisch geschaffener Hohlräume sind ein zentrales Untersuchungsmedium, um technische und wirtschaftliche Aktivitäten alter Rohstoffwirtschaften zu untersuchen. Sie sind signifikante Elemente aller Montanlandschaften. Eine adäquate Vermessung und Darstellung ist dabei eine wichtige Aufgabe.

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Einrichtung eines geologischen Museums beim Geological Survey and Mineral Resources Board des Ministry of Oil and Minerals der Republik Jemen

Einrichtung eines geologischen Museums beim Geological Survey and Mineral Resources Board des Ministry of Oil and Minerals der Republik Jemen

Seit 2003 untersucht das DBM die Natursteinindustrie im Jemen von ihren sabäischen Wurzeln bis in die heutige Zeit. Die landesweiten Aktivitäten zeigten schnell den Bedarf nach kurzfristiger musealer Präsentation der Ergebnisse. Mit einem Museum sollte die jemenitische Öffentlichkeit und besonders Schüler und Jugendliche angesprochen und auf bisher weitgehend unbeachtete Rohstoff-Ressourcen ihres Landes hingewiesen werden.

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