Konservierungs- und Restaurierungsverfahren zur Erhaltung von Composite-Objekten mit hohen Elastomer- und anderen Kunststoffanteilen (Gummimaterialien)

Hochpolymere Werkstoffe – insbesondere Gummi – bis hin zu vollsynthetischen Kunststoffen sind heute in alle Lebensbereiche vorgedrungen. Sie stellen inzwischen für viele Museumssammlungen eine schwierig zu erhaltene Objektgruppe dar. Die Zersetzung und der damit verbundene Zerfall des Materials führen, wenn nicht zum vollständigen Objektverlust, zumindest zu einer gravierenden Beeinträchtigung des Objektzusammenhangs. Konservatoren sehen sich zusätzlich vor das Problem gestellt, dass komplexe Objekte häufig aus einer Kombination von Elastomeren mit anderen Materialien bestehen. Dies hat Konsequenzen für die Aufbewahrung (Lagerung): Materialschutz bedeutet, Kompromisse einzugehen.

Im Rahmen eines von der Kulturstiftung des Bundes und der Länder geförderten Vorhabens sind zahlreiche Untersuchungen an Elastomerobjekten der Rettungsgerätesammlung des DBM durchgeführt und Restaurierungen in Zusammenarbeit mit den Projektpartnern umgesetzt worden. Diese Arbeiten haben erste wichtige Ergebnisse gebracht. Allerdings ist das Thema sehr vielschichtig: Um organische Materialien des technischen Kulturerbes zu erhalten, sind weitergehende Untersuchungen notwendig.
In einem Nachfolgeprojekt sollten daher folgende Aspekte im Vordergrund stehen:

  • Analytisch genauer Kenntnisgewinn über die vorhandenen Materialien und ihrer Abbauprodukte.
  • Theoretische Entwicklung und praktische Erprobung von Methoden der präventiven Konservierung und der praktischen Restaurierung.
  • Entwicklung von Methoden für die Erhaltung und Restaurierung stark gefährdeter musealer Objekte mit elastomeren Anteilen.
  • Evaluierung bereits bestehender Methoden für die Erhaltung und Restaurierung.

Weitere Informationen im Jahresbericht 2012 des Deutschen Bergbau-Museums Bochum


Kooperationspartner

Hochschule für Technik und Wirtschaft, Berlin

Filmmuseum Potsdam

Atelier für Restaurierung D. Linke, Berlin

Förderung

Kulturstiftung des Bundes und der Länder, Halle

Laufzeit

2008 - 2012