Erprobung neuer bildgebender Verfahren

Bergbau in Castel-Minier, Frankreich

Castel-Minier – bei Aulus-les-Bains in den Pyrenäen gelegen – gilt als das wahrscheinlich größte und wichtigste französische Bergbauareal des ausgehenden Mittelalters und der frühen Neuzeit. Dort wurden Eisen, Stahl, Silber, Kupfer und Blei gewonnen und verarbeitet.

Gemeinsam mit französischen Wissenschaftlern des CNRS beteiligen wir uns seit 2010 an der Erforschung dieser historisch und bergbaulich bedeutsamen Region. Unser gemeinsames Forschungsinteresse liegt in der Piloterprobung modernster bildgebender Verfahren für die Dokumentation von Bergbauhinterlassenschaften. Weitere Schwerpunkte bilden 3-D-Rekonstruktionen und Simulationen mittelalterlicher, für die Verhüttung verwendeter Wasserkraftanlagen, Hammerwerke, Blasebälge und Gesteinsmühlen sowie das gemeinsame Studium weiterer Ingenieurleistungen des damaligen Bergbaus.
2011 hat die Stadtverwaltung von Aulus-les-Bains alle vom CNRS als archäologisch bedeutsam eingestufte Areale aufgekauft und für weitere Forschungsarbeiten zur Verfügung gestellt. Ziel ist, das Modellgebiet öffentlich zugänglich zu machen und nach Abschluss der Arbeiten als bergbauarchäologischen Park auszubauen. Das DBM wird diese Entwicklung begleiten.


Kontakt

Jürgen Heckes

Projektleiter

Dr. Florian Téreygeol / CNRS

Förderung

Kultusministerium Frankreich

regionale und kommunale öffentliche Förderungen

Wilhelm-Mommertz-Stiftung

Centre National de la Recherche Scientifique (CNRS)

Laufzeit

2010-2016


Veröffentlichungen

  • A. Arles, P. Clerc, G. Sarah, F. Tereygeol, G. Bonamour, und A. Klein, „3D reconstruction and modeling of subterranean landscapes in collaborative mining archaeology projects: Techniques, applications and experiences“, XXIV. CIPA International Symposium, Strasburg, 2013.