Projekt zur Erhaltung montangeschichtlicher Zeugnisse am Originalstandort

Die Malakofftürme des Ruhrgebiets

Während der Industrialisierung des Ruhrgebietes in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstand im Bergbau mit den sogenannten Malakofftürmen ein Fördergerüsttypus von besonderer Bedeutung für den europäischen Denkmalbestand. Diese gemauerten Großarchitekturen wurden ab 1875 von stählernen Fördergerüsten abgelöst und stellen somit einen in seiner Entwicklung abgeschlossenen Typus dar. Von den zahlreichen Vertretern dieser Schachttürme sind im Ruhrgebiet bis heute nur noch 14 erhalten geblieben. Bis auf einen sind alle Malakofftürme unter Denkmalschutz gestellt worden.

Das Deutsche Bergbau-Museum Bochum setzt sich aktiv für den Erhalt dieser bergbaulichen Zeugnisse am Originalstandort ein. Hierfür berät es Denkmalseigentümer bei der Ermittlung von denkmals-spezifischen Erhaltungs- und Nutzungskonzepten.
Die Forschungsaktivitäten des Deutschen Bergbau-Museums Bochum zur Historie dieser Schachttürme bekommen bei den Fragen nach neuen Nutzungs- und Instandhaltungsmöglichkeiten große Bedeutung.
Aktuell ist das Deutsche Bergbau-Museum Bochum in die Erhaltungsfragen der Malakofftürme Prosper II in Bottrop, Brockhauser Tiefbau in Bochum-Stiepel und der ehemaligen Zeche Hannover in Bochum-Hordel eingebunden.


Weitere Informationen im Jahresbericht 2012 des Deutschen Bergbau-Museums Bochum


Zugehöriges Projekt


Projektleitung

Stefan Niederhagemann

Projektträger

Deutsches Bergbau-Museum Bochum

Laufzeit

2012 - 2014



Veröffentlichungen

  • Stefan Niederhagemann: Structural design, typical damages and reinstatement of the Malakoff Towers, in Brebbia C.A. (editor): Structural Studies, Repairs and Maintenance of Heritage Architecture XIII, Ashurst 2013.
  • Stefan Niederhagemann, Norbert Tempel: Malakowtürme im Ruhrgebiet - eine Bestandsaufnahme, in LWL (Hrsg.):Industriekultur 18. Jahrgang, 60. Heft, Ausgabe 3.12.