Leibniz-Graduiertenschule „Rohstoffversorgung, Innovation, Technologie alter Kulturen“ (RITaK )

www.ritak-leibniz.de

Leibniz-Graduiertenschule  „Rohstoffversorgung, Innovation, Technologie alter Kulturen“ (RITaK )

Die Leibniz-Graduiertenschule „Rohstoffe, Innovation, Technologie alter Kulturen (RITaK)“ ist eine Kooperation zwischen dem Deutschen Bergbau-Museum und der Ruhr-Universität Bochum. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, Gewinnung, Verarbeitung und Nutzung von Rohstoffen interdisziplinär zu erforschen.

Mineralische Rohstoffe haben die Menschheitsgeschichte entscheidend geprägt. Sie sind wesentliche Motoren der Kultur- und Wirtschafts­entwicklung. Dies trifft für alte Kulturen zu, die wir aus gutem Grund anhand ihrer Rohstoffnutzung zeitlich gliedern (Stein-, Bronze-, Eisenzeit, etc.), und gilt genauso für unsere heutige Zivilisation, die man vielleicht einmal die Siliziumzeit nennen wird: Bergbau, Metallgewinnung, Nachhaltigkeit, Umwelt und Ökonomie, Import und Export sind Themen, die aktueller sind denn je! Daher ist es so wichtig, Rohstoffe und ihre kultur- und sozial verändernde Rolle in der Vergangenheit zu erforschen, um Vergleiche mit der Gegenwart ziehen zu können. Unter diesem Motto erarbeitet die Graduiertenschule RITaK Wissen über die Vergangenheit und stellt dieses für aktuelle Diskussionen und Problemlösungen zur Verfügung.
Welche Strategien und Mechanismen nutzten Menschen zu verschiedenen Zeiten und in unterschiedlichen Kulturen, um Rohstoffe zu gewinnen und wie wurden diese weiterverarbeitet? Welche Ideen und Konzepte oder auch Technologien und Innovationen waren dafür erforderlich? Wie weit reichten Rohstoff- und Warenströme? Und inwiefern veränderten sich Landschaften und Kulturräume unter dem Einfluss neuer Ressourcen? Diesen und anderen spannenden Fragen werden die Doktorandinnen und Doktoranden in ihren Promotionen an der Graduiertenschule nachgehen.
Während ihres dreijährigen Forschungsvorhabens erhält der wissenschaftliche Nachwuchs aus Spanien, Österreich, den Vereinigten Staaten von Amerika und Deutschland umfassende Betreuung und vielfältige Unterstützung durch renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedenster archäologischer, historischer und geographisch-geologischer Disziplinen aus neun Institutionen des DBM und der RUB. Weitere Forscher und Forscherinnen von neun nationalen und internationalen Institutionen, die zur Spitzenforschung in Europa gehören, begleiten das Projekt als Kooperationspartner und eröffnen zahlreiche Möglichkeiten der wissenschaftlichen Vernetzung und des Austauschs.


Dissertationen

Althistorische, ethnographische und archäologische Perspektiven: Innovation - Rohstoffakquisition – gesellschaftlicher Wandel: Modelle und Konzepte

Austausch und Handel stellten wichtige Bestandteile des prähistorischen Wirtschafts- und Soziallebens dar, wie beispielsweise das europäische Spondylusnetzwerk des Neolithikums, der Zinnhandel während der Bronzezeit oder die mediterranen Importe der Hallstattzeit eindrucksvoll belegen.

Weiter

Economy and Mobility-pattern of Bronze Age Andronovo-culture in Central- and East-Kazakhstan

Economy and Mobility-pattern of Bronze Age Andronovo-culture in Central- and East-Kazakhstan

The developments that took place in Bronze Age are considered to be the first steps towards the formation of Eurasian nomad societies and establishment of the communication and trade networks which will be called later as the Silk Roads.

Weiter

Metall der bronzezeitlichen Kulturen aus Zentral- und Ostkasachstan

Metall der bronzezeitlichen Kulturen aus Zentral- und Ostkasachstan: Provenienz, Produktion und Distribution - eine archäologische und archäometrische Untersuchung

Die Regionen Zentral- und Ostkasachstan hatten eine besondere Bedeutung für die Metallurgie Eurasiens in der Bronzezeit. Auf Basis reicher und früh erschlossener Vorkommen von Kupfer- und Zinnerz entstanden hier wichtige metallurgische Zentren innerhalb der Eurasischen Metallurgischen Provinz (EMP).

Weiter

Prestigemetalle

Prestigemetalle in den Prunkgräbern der Kupfer- und Frühbronzezeit: Herkunft und metallurgisches Wissen

Die Zielsetzung und Methodik des Vorhabens beruht auf einer interdisziplinären Erforschung des nordanatolischen Gebiets mit Hilfe archäologischer und archäometallurgischer Wissenschaften.

Weiter

Montanrevier Fenan

Das Montanrevier von Faynan in Jordanien: Studien zu einer prähistorischen Wirtschaftslandschaft

Das Bergbaugebiet von Fenan mit seinen zahlreichen Verhüttungsplätzen zählt zu den wichtigsten, best erforschten und erhaltenen Bergbauregionen der Levante und dem Nahen Osten.

Weiter

Social Aspects of Production and Processing in Bronze Age Oman

Social Aspects of Production and Processing in Bronze Age Oman

In western, central and southern Asia the 3rd millennium BCE should be understood as a period of accelerated social transformations, rooted in processes which started back in the 4th millennium, in what is known as the Uruk period.

Weiter

Metallhandel und Technologietransfer der Phönizier im äußersten Westen der Antiken Welt

Die Iberische Halbinsel gehört zu den reichsten Bergbauregionen der Antike! Seit der Kupferzeit wurden hier Erze und Metalle wie Gold, Silber, Kupfer, Eisen, Zinn u.a.m gewonnen, verhüttet und verarbeitet. Die Suche nach Rohstoffen war offensichtlich auch einer der Beweggründe für die westphönizische Expansion.

Weiter

Laurion: montan- und siedlungsarchäologische Studien zum attischen Revier in Vorgeschichte und Antike

Laurion: montan- und siedlungsarchäologische Studien zum attischen Revier in Vorgeschichte und Antike

Das Laurion, eines der bedeutendsten Montangebiete der griechischen Antike, war schon früh Gegenstand der archäologischen Forschung. Die Bergwerke dieser in Südostattika gelegenen Region gewannen mit Beginn der Münzemission der berühmten „athenischen Eulen“ in spätarchaischer Zeit zunehmend an wirtschaftlicher Bedeutung für die Polis Athen:

Weiter

Die Buntmetallfunde von Kamen-Westick - Eine Studie zu Metallimporten, Umgang mit Metall und Recycling

Die Hellwegzone: Technologie- und Rohstofftransfer zwischen römischem Reich und „Germanen“

Im Zentrum der Dissertation steht die Siedlung der römischen Kaiserzeit von Kamen Westick, die in der Hellwegzone liegt. Der Begriff Hellwegzone umschreibt das Gebiet zwischen Ruhr und Lippe in Nordrhein-Westfalen und leitet sich von der historischen Handelsroute ab.

Weiter

Silberwirtschaft Haithabu

Silberwirtschaft Haithabu

Richtete sich die Wirtschaft des Baltikums vor dem 10. Jahrhundert auf Russland und Zentralasien aus, so wandte sie sich nun viel stärker dem Westen zu:

Weiter

Bergrecht

Zur Frage nach der Aktualität und Praktikabilität des Freiberger Bergrechts auf Grundlage einer Übertragung aus dem Mittelhochdeutschen. Eine Untersuchung unter Berücksichtigung der allgemeinen Bergrechtsgeschichte Mitteleuropas vom 12. bis ins 14. Jahrhundert

Der Bergbau prägte das Erzgebirge über Jahrhunderte. Spätestens mit der Entdeckung von Silbererzvorkommen bei Freiberg um 1168 zogen Bergleute mit ihren An- und Zugehörigen in die Region.

Weiter