Prestigemetalle in den Prunkgräbern der Kupfer- und Frühbronzezeit

Herkunft und metallurgisches Wissen

Die Zielsetzung und Methodik des Vorhabens beruht auf einer interdisziplinären Erforschung des nordanatolischen Gebiets mit Hilfe archäologischer und archäometallurgischer Wissenschaften. Gerade dieser Bereich an der Schnittstelle zwischen dem Kaukasus, dem Schwarzen Meer und dem Westen der Türkei ist nur unzureichend untersucht. Die äußerst reichen Metallerzlagerstätten der Pontiden sollen im Forschungsmittelpunkt des Dissertationsprojektes stehen.

Den Einstieg in das Thema bildet die Beschreibung und Bewertung montanarchäologischer Spuren des Spätchalkolithikums und der Frühbronzezeit. Dort, wo sich zweifelsfrei alter Bergbau nachweisen lässt, soll anhand von zwei oder drei Fallbeispielen die Nutzung und Verbreitung der Metalle erforscht werden: Archäometallurgische Analysen an Erzen, Schlacken und Fundobjekten ermöglichen es, konkrete Lagerstätten zu bestimmen (Provenienzstudien). Eine Kombination aus bereits vorliegenden Analyseergebnissen und weiteren archäometrischen Untersuchungen wie Spurenelement- und Bleisisotopenanalysen rückt folgende Fragestellungen in den Fokus:

- In welchem Umfang wurden lokale Erzressourcen schon zu Beginn des Spätchalkolithikums genutzt?

- Wie verbreiteten sich die neu gewonnenen Metalle?

- Welche Rolle spielten die neu gewonnenen Metalle bei der Herausbildung von Eliten, die sich in den reichen frühbronzezeitlichen Fürstengräbern etwa von Alaca Höyük, Horoztepe oder Eskiyapar darstellen?


Dissertation

Michael Klaunzer

Projektträger

Deutsches Bergbau-Museum Bochum

Kooperationspartner

Ruhr-Universität Bochum

Laufzeit

2011 - 2014



Veröffentlichungen

  • Klaunzer, M., 2013. Early Bronze Age Elites and Long Distance Relations. Metalla 20.2, pp. 89-94.