Zur Frage nach der Aktualität und Praktikabilität des Freiberger Bergrechts auf Grundlage einer Übertragung aus dem Mittelhochdeutschen

Eine Untersuchung unter Berücksichtigung der allgemeinen Bergrechtsgeschichte Mitteleuropas vom 12. bis ins 14. Jahrhundert

Das Ziel des Projekts liegt in der Darstellung des Bergrechts im markmeißnischen Teil des Erzgebirges und dessen Befragung hinsichtlich seiner Aktualität und Praktikabilität, eingeordnet in die allgemeinen bergrechtlichen und bergbauhistorischen Entwicklungen in Mitteleuropa vom 12. bis ins 14. Jahrhundert. Ein Teil der Erkenntnisse wird in einem interdisziplinären Zugriff mit archäologischen Befunden in Zusammenhang gebracht, um Aussagen zur bergrechtlichen Theorie und Praxis treffen zu können, die über die reine Schriftquellenanalyse hinausgehen. Für diesen Zweck werden die beiden ältesten Freiberger Bergrechtstexte – sogenanntes Freiberger Bergrecht A und B aus dem Mittelhochdeutschen übersetzt.

Der interdisziplinäre Zugriff über die archäologischen Wissenschaften, der archäologische Befunde mit bergrechtlichen Regelungen in Verbindung setzt, zeigt Perspektiven und Potenziale einer interdisziplinären Montangeschichtsforschung auf. Viele Befunde, die durch neuere montanarchäologische Forschungen – insbesondere im Erzgebirge – bekannt geworden sind, helfen beispielsweise, die Inhalte der Bergrechtstexte besser zu verstehen und Abläufe nachvollziehen zu können. Andersherum bietet die Untersuchung der bergrechtlichen Überlieferung aus dem Mittelalter auch der archäologischen Forschung viele ergänzende Informationen, die die materielle Überlieferung schwer oder nicht vermitteln kann.


Weitere Informationen im Jahresbericht 2012 des Deutschen Bergbau-Museums Bochum


Kontakt

Lena Asrih

Projektleiter

Dr. Christoph Bartels

Prof. Dr. Nikolas Jaspert

Prof. Dr. Thomas Stöllner

Projektträger

Deutsches Bergbau-Museum

Laufzeit

2011 - 2014



Veröffentlichungen

  • Asrih, L., 2013: Airborne laser scans as a tool for historical science? First methodic considerations using the example of medieval mining in the Saxon Ore Mountains (Erzgebirge/Germany), in: Anreiter, P. et al. (Hgg.): Mining in European History and its impact on Environment and Human Societies. 2nd Mining in European History Conference of the FZ HiMAT. Innsbruck, 7.-10.11.2012, Innsbruck, S. 229–234.
  • Asrih, L., 2013: Analysis of the medieval development of mining laws and settlements in the Saxon ore mountains, in: Metalla 20(2), S. 28–29.
  • Asrih, L., 2013: Zur Problematik des Bergregalbegriffs und zu den Anfängen des Bergregals in der Markgrafschaft Meißen, in: Smolnik, R. (Hg.): ArchaeoMontan 2012. Erkunden. Erfassen. Erforschen // Průzkum, Evidence, Interpretace. Internationale Fachtagung Dippoldiswalde 18. bis 20. Oktober 2012 // Mezinárodní konference Dippoldiswalde, 18. až 20. říjen 2012, Dresden (= Arbeits- und Forschungsberichte zur sächsischen Bodendenkmalpflege, Beiheft 26), S. 153–158. =
  • Asrih, L., 2013: K problematice pojmu horní regál a k počatkům horního regálu v Markrabství míšeňském, in: Smolnik, R. (Hg.): ArchaeoMontan 2012. Erkunden. Erfassen. Erforschen // Průzkum, Evidence, Interpretace. Internationale Fachtagung Dippoldiswalde 18. bis 20. Oktober 2012 // Mezinárodní konference Dippoldiswalde, 18. až 20. říjen 2012, Dresden (= Arbeits- und Forschungsberichte zur sächsischen Bodendenkmalpflege, Beiheft 26), S. 158–162.