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Dr. Lars Bluma Leiter des Forschungsbereichs Bergbaugeschichte Deutsches Bergbau-Museum Am Bergbaumuseum 28 44791 Bochum Email: lars.bluma@bergbaumuseum.de Tel.: +49 (234) 5877115 Fax.: +49 (234) 5877111 Schwerpunkt Mittelalter und Frühe Neuzeit
Der Forschungsbereich Bergbaugeschichte des Mittelalters und der frühen Neuzeit untersucht die Rolle und Bedeutung des Bergbaus und seiner Produkte für den Aufstieg Europas mit seinen differenzierten Herrschaftsgebieten und Staaten im Mittelalter und die schliessliche Eroberung der Macht über Meere und Kontinente bis zum Beginn der Industrialisierung. Besondere Bedeutung kommt den Edelmetallen Gold und Silber als Zahlungsmittel und Basis der Schatzbildung sowie den Buntmetallen Kupfer und Blei zu. Von besonderem Interesse sind die großen Konjunkturzyklen des Montanwesens:
Insbesondere die Erforschung der mittelalterlichen Montangeschichte ist auf enge Kooperation mit der Archäologie und den Naturwissenschaften angewiesen, da die Schriftquellen aus der Zeit vor der Mitte des 14. Jahrhunderts gewöhnlich sehr lückenhaft sind und dingliche Quellen sowie Geländebefunde mindestens ergänzend in erheblichem Maß mit herangezogen werden müssen. Im hohen Mittelalter erlangten vor allem die Stifte und Klöster großen Einfluß im Montanwesen. nach ersten Ergebnissen zu dieser Thematik für den Harzraum sind Untersuchungen zur Rolle des Zisterzienserordens in der mittelalterlichen Montanwirtschaft in Vorbereitung. Zur Zeit werden ferner Untersuchungen des alpinen Montanwesens im Übergang zwischen Mittelalter und Neuzeit aufgenommen. Insbesondere das Silber hatte einen entscheidenden Anteil am Aufstieg des Hauses Habsburg zur Weltmacht während dieser Zeit. Studien zur Montanwirtschaft im Rheinischen Schiefergebirge von den Anfängen bis zur Aufgabe der letzten Betriebe Ende des 20. Jahrhunderts werden in Kooperation mit den Forschungsbereichen Montanarchäologie und Bergbaugeschichte seit der Industrialisierung durchgeführt. | ||
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