Das Ziel dieses Forschungsschwerpunktes liegt in der wissenschaftlichen Aufarbeitung von montanistischen oder montanistisch beeinflussten Entwicklungen von der Frühzeit bis zur Gegenwart. Eine grobe Unterteilung dieser Zeitachse in letztlich drei große Forschungsfelder mit den Bereichen: Vor- und Frühgeschichte bis zur Antike, Mittelalter bis zur frühen Neuzeit und Industrialisierung bis zur Gegenwart bildet die strukturelle Basis des Schwerpunktes. Dabei stehen sowohl bergmännische Techniken als auch Aufbereitungs- und Verarbeitungsmethoden der gewonnenen Rohstoffe im Mittelpunkt des Interesses. Darüber hinaus wird die Einwirkung des Montanwesens auf die wirtschaftlichen, kulturellen, sozialen und religiösen Lebensumstände der jeweiligen Epochen intensiv beleuchtet. Ein viertes Forschungsfeld ist grundlegender orientiert. Hier wird die für ein Museum mit seinen verschiedenen Sammlungsbereichen so wichtige Quellenerschließung zusammengefasst.

Gesicherte Erkenntnisse zu berg- und hüttentechnischen Arbeitsprozessen, zur Chronologie und zur sozialen und rechtlichen Organisation der Arbeit sowie weitergehende Aufschlüsse über Lebens- und Arbeitsverhältnisse werden für vor- und frühgeschichtliche Zeiträume durch Ausgrabungen und unter Anwendung moderner chemisch-physikalischer Analyseverfahren der gefundenen Erze, Schlacken und Artefakte gewonnen. Der regionale Schwerpunkt der Arbeiten im DBM konzentriert sich auf den Alten Orient und Mitteleuropa.

Forschungen zur älteren Montangeschichte schließen sich an die archäologischen Arbeiten des ersten Forschungsfeldes an, folgen nun aber einer nun feiner gegliederten Zeitachse. Urkundenbestände von Klöstern, Orden, fürstlichen Kanzleien und Städten bilden die Basis der Forschungen zur mittelalterlichen Montangeschichte. Der alpine Edelmetallbergbau bildet einen wichtigen Gegenstand der DBM-Forschung im Bereich der älteren Montangeschichte. In der Montangeschichte der frühen Neuzeit wird besonders die allmähliche Entwicklung des Montanwesens zu industriellen Dimensionen thematisiert.

Forschungen zur Geschichte und Technik des Bergbaus seit der Industrialisierung beinhalten im DBM u. a. die Erstellung von Einzelbiographien, Unternehmensgeschichten, technikgeschichtlichen Aspekten einzelner Anlagen bis hin zu Fragen, die die bergwirtschaftliche Entwicklung und Bedeutung ganzer Bergreviere (z. B. des Ruhrreviers und des Harzes) untersuchen. Darüber hinaus wird in diesem Forschungsfeld aber auch die pädagogisch-didaktische Umsetzung der Präsentation der Erlebniswelt "Bergbau" betrachtet und geeignete Methoden zur musealen Wissensvermittlung entwickelt und erprobt.

Forschungsfeld I: Vor- und Frühgeschichte bis zur Antike
Kernthema 1:
Frühes Montanwesen im Alten Orient
Kernthema 2:
Frühes Montanwesen im Alten Orient
Kernthema 3:
Prähistorische Salzgewinnung in Europa

Forschungsfeld II: Mittelalter bis zur Frühen Neuzeit
Kernthema 1:
Einfluss und Bedeutung der Stifte, Orden und Klöster im europäischen Montanwesen des Mittelalters
Kernthema 2:
Das alpine Montanwesen des 14. bis 16. Jahrhunderts
Kernthema 3:
Transformation des frühneuzeitlichen Montangewerbes zur Montanindustrie vom 15. bis zum mittleren 19. Jahrhundert
Kernthema 4:
Entwicklung des Erzbergbaus und Eisensteinbergbaus im nördlichen Rheinischen Schiefergebirge von den Anfängen bis zur Gegenwart

Forschungsfeld III: Industrialisierung bis zur Gegenwart
Kernthema 1:
Wirtschaftsgeschichte und Geschichte der Industriellen Beziehungen im Bergbau
Kernthema 2:
Wirtschaftsgeschichte und Geschichte der Industriellen Beziehungen im Bergbau
Kernthema 3:
Bergbau in den Zeiten der Weltkriege
Kernthema 4:
Gewinnung und Verwertung von Kohlenwertstoffen
Kernthema 5:
Montanistischer Industriebau

Forschungsfeld IV: Quellenerschließung
Kernthema 1:
Schriftliche Quellen
Kernthema 2:
Schriftliche Quellen
Kernthema 3:
Sachzeugnisse



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Deutsches Bergbau-Museum . Am Bergbaumuseum 28 . 44791 Bochum
Infoline: 01805 - 877234 (0,14 €/Min. aus dem Festnetz der dt. T-Com)
Tel.: +49-(0)234-5877-0
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