Sonderforschungsbereich Geologie und Paläontologie der unterdevonischen Hunsrückschiefer (Rheinisches Schiefergebirge, West-Deutschland)

Die Hunsrückschiefer, insbesondere aus dem Raum um Bundenbach und Gemünden im mittleren Hunsrück, bergen eine weltweit einmalige, marine Fauna von großem Formenreichtum. Über 260 Arten von Korallen, Schwämmen, Mollusken, Athropoden, Stachelhäutern und Wirbeltieren wurden gefunden, oft in hervorragendem Erhaltungszustand, der auch die Überlieferung von Weichteilen mit einschließt.

Die Entstehung dieses einzigartigen Archivs der Erdgeschichte ist aber noch in vielem rätselhaft.

In Kooperation mit den Landesämtern für Denkmalpflege und Geologie Rheinland-Pfalz und den Universitäten Bristol, Leeds, Urbana/Illinois werden Untersuchungen zur Sedimentologie, Feinstratigraphie, Taphonomie und Fossildiagenese, ferner systematische paläontologische Forschungen durchgeführt.

In diesem Rahmen werden zwei Dissertationsvorhaben (Patricia Coburne, Univ. Leeds, Geochemie des Pyrites, betreut durch Prof. R. Raiswell und Alexander Glass, Univ. Urbana/Illinois, Ophiuren des Hunsrückschiefers, betreut durch Prof. D. Blake) bearbeitet.

In Kooperation mit der Universität Bristol wird die Bearbeitung von neuen Arthropodenfunden fortgeführt.


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