28. Juni 2010

"Verlacht, verboten und gefeiert"
Eine Ausstellung der Volkshochschule Aachen zur Geschichte des Frauenfußballs in Deutschland, Autoren Eduard Hoffmann, Dr. Jürgen Nendza

Die FIFA U-20-Frauen-WM wird 2010 erstmalig in Deutschland ausgetragen. Das Eröffnungsspiel mit deutscher Beteiligung wird in Bochum angepfiffen. 16 Nationen aus allen Kontinenten spielen vom 13.07.- 01.08.2010 zum fünften Mal um eine der wichtigsten Trophäen im Frauenfußball. Acht von insgesamt 32 Spielen werden im FIFA U-20-Frauen-WM-Stadion Bochum an der Castroper Straße angepfiffen. Neben sechs Vorrundenspielen sind in Bochum je ein Viertelfinal- und ein Halbfinalspiel zu erleben.

Die FIFA U20-Frauen-WM ist ein Bochumer RUHR.2010 Projekt und findet in der Bochumer Local Heroes Woche statt. Neben dem Eröffnungsspiel am 13.7 finden 3 weitere Vorrundenspiele allein in dieser Woche statt.
Aus diesem Grund wurde in enger Zusammenarbeit zwischen Kultur und Sport die Ausstellung "Verlacht, verboten und gefeiert" nach Bochum geholt und wird im Deutschen Bergbau-Museum präsentiert.

Die Ausstellung kann im Rahmen der regulären Öffnungszeiten des Deutschen Bergbau-Museums vom 8.7.2010 bis zum 1.8.2010 besucht werden.
Begleitend wird ein Rahmenprogramm angeboten, das sich insbesondere an Kinder und Jugendliche richtet.

Ball Free Styler Workshop
am Sonntag 11.07. und Samstag 17.07., jeweils in der Zeit von 11.00 - 13.30 h
Außengelände des Deutschen Bergbau Museums
bis zu 15 Personen
Kinder zwischen 9 und 12 Jahre

Spielmobil Stadtsportbund
Montag 19.07. - Freitag 23.07.
Außengelände des Deutschen Bergbau Museums
Kinder zwischen 6 und 12 Jahre

Die Teilnahme ist kostenlos. Nach der Anmeldung unter wm2011@bochum.de erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer weitere Informationen.

Konzept der Ausstellung

2010 jährt sich die Aufhebung des Frauenfußball-Verbots in Deutschland zum 40.Mal. Die Ausstellung will Geschichte, Probleme und Perspektiven des Frauen- und Mädchenfußballs in Deutschland hintergründig und jenseits des Mainstreams dokumentieren.


Frauenfußball heute
Frauenfußball boomt und gilt heute mit über 20 Millionen aktiven Fußballerinnen
als weltweit beliebtester Frauen-Teamsport. Allein beim DFB kicken derzeit
ca. 850.000 Mädchen und Frauen. Das Niveau ist hoch: Taktik, Athletik, Technik
und Spielkultur des deutschen Frauenfußballs setzen auch international
Maßstäbe. 2007 konnte die Deutsche Mannschaft ihren Weltmeistertitel erneut verteidigen. In Finnland wurden die Frauen 2009 bereits zum siebten Mal Europameisterinnen.
2011 ist Deutschland selbst Gastgeber der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft Zu den Ausrichterstädten gehört Bochum.

Verbot und Perspektiven
Doch die Erfolge können nicht darüber hinweg täuschen: Die Geschichte des Frauenfußballs ist auch eine Verbotsgeschichte, eine Geschichte des Kampfes
gegen männliche Vorurteile und Bevormundungen. Erst 1970 wird das Fußballspielverbot für Frauen durch den DFB aufgehoben (was heute kaum noch jemand weiß).
Und obwohl Frauenfußball längst zu einem Aushängeschild des DFB geworden ist und sich für Deutschlands Fußballerinnen vieles zum Besseren gewandelt hat, ist der Geschlechterkampf immer noch nicht abgeschlossen. Vorurteile und Hindernisse zeigen sich auch heute, nur versteckter, in der Sprache, im Vereinsleben, bei Wettkämpfen und in der Ignoranz meist männlich besetzter Sportredaktionen.

Inhaltliche Ausrichtung der Ausstellung
Die Ausstellung dokumentiert schwerpunktmäßig folgende Aspekte des Frauenfußballs: Die Anfänge des Frauenfußballs in Schottland - Frauenfußballboom in England 1915-1920 (kurz darauf Verbot) - Frauenfußball in der Weimarer Republik (Natur- und Sportplatzbewegung vs. Biologismus)- Verbot im Nationalsozialismus - Offizielles Spielverbot für Frauen auch in der BRD (DFB-Bundestag 1955) - Fußballsubversivität zwischen 1955-1970 - Aufhebung des Spielverbots durch DFB-Bundestag 1970 - Die Jahre danach: Skepsis, Spott und Ignoranz - Blick auf Frauenfußball in der DDR - Die Frauenfußball-Nationalelf zum Aushängeschild des DFB, Mädchen- und Frauenfußball boomt - Probleme, Boom und Perspektiven: Und die (Sport- )Medien schauen weg...

Die Ausstellung hier in Bochum wird exklusiv ergänzt durch private Exponate der amtierenden Frauenfußball-Weltmeisterin Annike Krahn, der Europameisterin von 1989 Petra Landers sowie Ausstellungsstücken aus der Sammlung des DFB.

Weitere Informationen
Sandra Hinzmann
Stabstelle Dez. IV P
Bochum RUHR.2010
Westring 32
44777 Bochum
Tel. 02 34 / 9 10 24 52

Thorsten Lumma
Sport- u. Bäderamt / WM Büro
Westhoffstr. 17
44777 Bochum
Tel. 02 34 / 9 10 18 40


Weitere Information unter:
Eva Koch
Bereichsleiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit/Besucherservice
Deutsches Bergbau-Museum

Deutsches Bergbau-Museum
Am Bergbaumuseum 28
44791 Bochum
Tel: 0234/5877-141
Fax: 0234/96860-120
Mobil: 0160/97820730
E-Mail: eva.koch@bergbaumuseum.de




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Deutsches Bergbau-Museum . Am Bergbaumuseum 28 . 44791 Bochum
Infoline: 01805 - 877234 (0,14 €/Min. aus dem Festnetz der dt. T-Com)
Tel.: +49-(0)234-5877-0
info(at)bergbaumuseum(dot)de



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