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Festveranstaltung anlässlich der neuen Dauerausstellung

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Foto: Julica Bracht

In Anwesenheit der Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen Isabel Pfeiffer-Poensgen, des Oberbürgermeisters der Stadt Bochum Thomas Eiskirch und des Präsidenten der Leibniz-Gemeinschaft Prof. Dr. Matthias Kleiner wurde am 10. Juli 2019 im Deutschen Bergbau-Museum Bochum mit einer Festveranstaltung die neue Dauerausstellung des Leibniz-Forschungsmuseums für Georessourcen eingeweiht. Geladen waren rund 150 Gäste aus Politik und Wissenschaft.

Museen im Allgemeinen sind im 21. Jahrhundert vor besondere Herausforderungen gestellt: Mit Entwicklungen wie Digitalisierung, Demographiewandel, verändertem Rezeptionsverhalten oder Multimedialität werden die vormals sehr klassischen Orte der Vermittlung dazu gebracht, sich selbst zu hinterfragen und neue Wege zu beschreiten. Das gilt spartenübergreifend, im Kleinen wie im Großen. Diesem Prozess stellte sich auch das 1930 gegründete Deutsche Bergbau-Museum Bochum, das als Leibniz-Forschungsmuseum für Georessourcen zudem in dem Spannungsverhältnis zwischen musealer Vermittlung, Bewahrung und wissenschaftlicher Forschung agiert. Zwischen 2016 und 2019 wurde daher mit der Entwicklung einer neuen Dauerausstellung ein Konzept erarbeitet, das mit vier Rundgängen die Schwerpunkte Steinkohle, Bergbau, Bodenschätze und Kunst auf vielfältigen Wegen vermittelt. Zeitgleich wurde das denkmalgeschützte Gebäude saniert.

Anlässlich des erfolgreichen Abschlusses dieses Großprojektes waren am 10. Juli nun rund 150 Gäste aus Politik und Wissenschaft zur feierlichen Eröffnung der neuen Dauerausstellung nach Bochum geladen, die wenige Tage später, am 13. und 14. Juli, mit einem Museumsfest der Öffentlichkeit präsentiert wird. Isabel Pfeiffer-Poensgen, Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, betonte in ihrem Grußwort die Bedeutung von außeruniversitären Forschungseinrichtungen für Kultur, Gesellschaft und Wissenschaft.

„Das Deutsche Bergbau-Museum verbindet als Leibniz-Forschungsmuseum in Bochum seinen Bildungs-, Vermittlungs- und Forschungsauftrag auf besondere Weise: Zum einen ist es ein Ort des kulturellen Gedächtnisses, der die Geschichte der Steinkohle und des deutschen Bergbaus bewahrt und vermittelt. Zum anderen werden die globale Bedeutung und die Zukunft von Bodenschätzen erforscht. Nicht zuletzt durch das neue Konzept der Dauerausstellung treten hier Wissenschaft und Forschung – etwa zu wichtigen gesellschaftlichen Themen der Gegenwart und Zukunft wie Klimawandel – in einen direkten Dialog mit den Besucherinnen und Besuchern“, sagte Isabel Pfeiffer-Poensgen, Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen.

Auch Ulrich Schüller, Abteilungsleiter Hochschul- und Wissenschaftssystem des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, betonte den Bildungs- und Forschungsauftrag. Bärbel Bergerhoff-Wodopia, Mitglied des Vorstandes der RAG-Stiftung und Kuratoriumsvorsitzende des Museums, zeigte sich erfreut darüber, dass das Vorhaben, das Museum didaktisch auf das Niveau des 21. Jahrhunderts zu bringen, nun erfolgreich umgesetzt und abgeschlossen wurde. Die ersten beiden Rundgänge „Steinkohle“ und „Bergbau“ waren im Rahmen des Projektes „Glückauf Zukunft!“ anlässlich des Endes des deutschen Steinkohlenbergbaus gefördert und bereits im November 2018 fertiggestellt worden. Mit der Gesamtkonzeption zeigte sie sich nun sehr zufrieden.

„Es ist unser Anspruch, dass das Deutsche Bergbau-Museum ein Forschungs- und Bildungsort von großer Strahlkraft wird. Es ist nun auch museumsdidaktisch im Hier und Jetzt angekommen. Ich freue mich, dass wir die neue Dauerausstellung des Leibniz-Forschungsmuseums nun in wenigen Tagen für die Bürgerinnen und Bürger öffnen können“, so Bärbel Bergerhoff-Wodopia.

Der Oberbürgermeister der Stadt Bochum Thomas Eiskirch begrüßte, dass das Deutsche Bergbau-Museum Bochum nach den Jahren des Umbaus nun wieder als feste Größe in der Kulturlandschaft der Hochschulstadt Bochum sichtbar ist und als außeruniversitäre Forschungseinrichtung die UniverCity Bochum als wertvoller Kooperationspartner weiterhin bereichern kann.

„Es ist gut, dass sich dieses Haus mit Umbau, Sanierung und Neukonzeptionierung fit gemacht hat für die Zukunft. Denn es ist und bleibt ein bedeutsamer Ort für Bochum und das Ruhrgebiet“, betont Thomas Eiskirch.

Im Rahmen der feierlichen Veranstaltung diskutierten zudem Prof. Dr. Matthias Kleiner, Präsident der Leibniz-Gemeinschaft, und Prof. Dr. Bernhard Graf, Leiter des Institutes für Museumsforschung, über die Bedeutung der Leibniz-Forschungsmuseen für das Verständnis von Wissenschaft und Forschung in der Gesellschaft. Sie waren sich im Gespräch mit Wissenschaftsmoderator Volker Wieprecht einig: Die acht Forschungsmuseen der Leibniz-Gemeinschaft verbinden Forschung und Bildungsauftrag in besonderer Weise. Neben Dauer- und Sonderausstellungen finden umfangreiche Forschungen in einer enormen Bandbreite statt. Die einzigartigen Sammlungen mit weit mehr als hundert Millionen Objekten bilden dazu das Fundament für die wissenschaftliche Arbeit.

Prof. Dr. Ralph Watzel, Präsident der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe BGR, skizzierte in seinem Festvortrag „Rohstoffgewinnung – Notwendigkeit und gesellschaftliche Diskussion“ die Rahmenbedingungen für einen zukunftsorientierten, nachhaltigen und verantwortungsbewussten Bergbau und betonte, dass sich das Deutsche Bergbau-Museum Bochum mit seiner neuen Dauerausstellung als Ort der kritischen Auseinandersetzung und als Impulsgeber verstehen möge.

Prof. Dr. Stefan Brüggerhoff, der die Zeit des Wandels als besondere Herausforderung und verantwortungsvolle Aufgabe in seiner Zeit als Direktor des Deutschen Bergbau-Museums Bochum empfindet, zeigte sich aufmerksam für die Impulse und Wünsche zur Eröffnung der neuen Dauerausstellung.

„Wir werden uns mit der Fertigstellung der neuen Dauerausstellung nicht ausruhen, denn die eigentliche Arbeit fängt für uns jetzt erst an: Wir möchten für unsere Besucherinnen und Besucher ein Ort des Austauschs, des Lernens und des Verstehens sein, indem wir historische und kulturelle Zusammenhänge des Bergbaus in das Hier und Jetzt holen und das Morgen nicht aus dem Blick verlieren.“ Prof. Dr. Stefan Brüggerhoff, Direktor des Deutschen Bergbau-Museums Bochum.

Die Sanierung des Nordflügels und die Neugestaltung der Rundgänge Steinkohle und Bergbau wurden von der RAG-Stiftung im Rahmen des Projektes „Glückauf Zukunft!“ gefördert. Die Sanierung des Südflügels und die Neugestaltung der Rundgänge Bodenschätze und Kunst wurden im Rahmen der Bund-Länder-Förderung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen finanziert. Beide Maßnahmen wurden ferner gefördert durch die Träger des Hauses: die Stadt Bochum und die DMT-Gesellschaft für Lehre und Bildung mbH.

Bochum, 10. Juli 2019


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Am Bergbaumuseum 28
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