Sonderausstellung

Das Zeitalter der Kohle

„Das Zeitalter der Kohle. Eine europäische Geschichte“

27. April bis 11. November 2018

2018 ist »Schicht im Schacht«, dann endet der deutsche Steinkohlenbergbau. Mit dem Ende der Kohleförderung geht ein wichtiges Zeitalter nicht nur der deutschen, sondern der europäischen Geschichte zu Ende. Zweihundert Jahre lang hat die Förderung von Kohle die Wirtschaft weit über das Ruhrgebiet hinaus bestimmt. Der Bergbau prägte die Form der Industrie und der Infrastruktur, der gesellschaftlichen Verhältnisse und des Soziallebens. Vor allem aber im Ruhrgebiet hat er die Arbeit, den Alltag und die Mentalität der Menschen stark beeinflusst. Doch Kohle war nicht nur der Treib- und Schmierstoff der Moderne und des Fortschritts, sie hat auch die Schattenseiten der Industrialisierung zu Tage gebracht.

In den architektonisch beeindruckenden Räumen der Mischanlage auf der Kokerei Zollverein in Essen präsentiert die Ausstellung eine faszinierende Zeitreise durch die geschichtlichen, technischen und kulturellen Dimensionen der Kohle. »Das Zeitalter der Kohle. Eine europäische Geschichte« ist eine Gemeinschaftsausstellung von Ruhr Museum und Deutschem Bergbau-Museum Bochum. Sie wird ermöglicht durch die RAG-Stiftung im Rahmen der Initiative »Glückauf Zukunft!«.

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Blickpunkt Bergwerk. Fotografien von Michael Bader

„Blickpunkt Bergwerk. Fotografien von Michael Bader“

05. Juni bis 31. Dezember 2018

Zum Ende des Steinkohlenbergbaus in Deutschland werden im Ruhrgebiet viele verschiedene, thematisch aufgebaute Fotografie-Ausstellungen gezeigt. Sie haben zumeist einen historischen Hintergrund oder beschäftigen sich mit speziellen Schwerpunkten des Bergbaus. Das Deutsche Bergbau-Museum Bochum präsentiert nun mit der Ausstellung „Blickpunkt Bergwerk. Fotografien von Michael Bader“ aktuelle Fotografien des gegenwärtigen Bergbaus und den darin arbeitenden Menschen.

Die Fotografien von Michael Bader wurden ursprünglich durch die RAG-Stiftung im Rahmen des Projekts „Glückauf Zukunft!“ beauftragt. Sie entstanden in den Jahren 2016/2017 auf den Zechen Auguste Victoria und Pluto sowie den noch aktiven Bergwerken Prosper-Haniel und Anthrazit Ibbenbüren in vielen verschiedenen Unternehmensbereichen der RAG Aktiengesellschaft. In Baders Serie „Oberirdisch“ entstanden so Fotos, die Mensch und Technik in ihrem Ist-Zustand zeigen und den aktuellen Steinkohlenbergbau repräsentieren. Als solches können sie heute schon als die historischen Aufnahmen von morgen interpretiert werden. Sie bilden einen Querschnitt durch den noch aktiven Steinkohlenbergbau. Michael Bader zeigt den Menschen in seinem Arbeitsumfeld, es sind intensive Momentaufnahmen mit Ewigkeitswert, verbunden mit persönlichen Biografien und trotzdem stellvertretend für einen eigenen Berufsstand und Industriezweig. Baders Fotos sind zeitgeschichtlich relevante Quellen im Abschiedsjahr vom Steinkohlenbergbau.

Der Künstler konzipiert und kuratiert die Ausstellung gemeinsam mit dem Leiter des Montanhistorischen Dokumentationszentrums Dr. Michael Farrenkopf.

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Sonderausstellung Josef Stoffels
Foto: DBM/montan.dok

„Das Revier über Tage – Fotografien von Josef Stoffels“

ab Februar 2019

Die Ausstellung mit Fotografien des Essener Industrie- und Dokumentarfotografen Josef Stoffels (1893-1981) zeigt Werke aus den 1950er Jahren: Zur Hochphase des Steinkohlenbergbaus widmete sich Stoffels in Einzelaufnahmen und Serien den übertägigen Anlagen des Steinkohlenbergbaus der Region. Seine Aufnahmen mündeten in einem Buch, das zur damaligen Zeit erstmals eine umfängliche Darstellung der Übertageanlagen und eine Zuordnung zu den unterschiedlichen Bergwerksgesellschaften ermöglichte. Stoffels Werk liefert bis heute ein außergewöhnliches Panorama des Ruhrgebiets als Bergbauregion.

Ausgestellt werden Bestände aus dem Ruhr Museum, Essen, sowie Stoffels-Fotografien, die im Montanhistorischen Dokumentationszentrum am DBM bewahrt werden.

Die Ausstellung findet im DBM+ statt.

 

Das DBM+

In einem eigenen Anbau, dem DBM+, zeigen wir auf 861 m2 immer wieder wechselnde Sonderausstellungen.

Unser Erweiterungsbau erhielt aufgrund seiner ungewöhnlichen Architektur diverse Auszeichnungen (2010 „Guter Bau“ vom Bund Deutscher Architekten (BDA) Kreis Bochum, Hattingen, Witten; 2010 1. Preis Eccola-Award für die Fassade; 2011 „Guter Bau“ vom BDA auf Landesebene, NRW) und wurde 2013 für die große Nike nominiert.

Thematisch reichen unsere Sonderausstellungen von den Bereichen der Montanarchäologie über Bergbaugeschichte bis hin zu gesellschaftlichen Themen, wobei wir die Ausstellungen entweder in Eigenregie mit unseren Wissenschaftlern konzipieren und durch unsere Werkstätten realisieren oder bereits fertige Ausstellungen von Partnermuseen übernehmen.
Gern holen wir uns über diese temporären Ausstellungen auch immer wieder die Welt ins Haus – so wurden in der Vergangenheit beispielsweise Sonderausstellungen über Kasachstan oder Chile gezeigt, die sowohl Land und Kultur, als auch die landestypische Bergbaugeschichte veranschaulichten.

Informationen über die vergangenen Sonderausstellungen finden Sie in unserem Archiv der Sonderausstellung.

Anschrift

Am Bergbaumuseum 28
44791 Bochum

Zentrale
Tel +49 (234) 5877 0
Fax +49 (234) 5877 111

Besucherinformation
Tel +49 (234) 5877 126/128
(außer montags)

Öffnungszeiten

Mo
geschlossen
Di-Fr
08.30-17.00 Uhr
Sa-So, Feiertage
10.00-17.00 Uhr
01. Jan, 01. Mai, 24.-26. und 31. Dez
geschlossen

Letzte Grubenfahrt 15.30 Uhr

Preise (gültig ab 28.11.2017)

Erwachsene
5,00 €
ermäßigt
2,00 €
Familienkarte
11,50 €
Jahreskarte
12,50 €
Familien-Jahreskarte
25,00 €
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