Ehrentitel für Montanarchäologen

Schon seit Jahren untersucht ein Team von Montanarchäologen im slowakischen Erzgebirge den dortigen Kupferbergbau. In Špania Dolina existierte bis in die 1960er-Jahre ein Bergwerk, dessen Wurzeln bis in die prähistorische Zeit zurückreichen.

Das Forschungsprojekt

Das heutige Dorf Špania Dolina war früher mal die Stadt „Herrengrund“. Sie gehörte ab dem 13. Jh. zu den sieben freien Bergstädten (Neusohl, Chemnitz, Libethen usw.) der heutigen Mittelslowakei, damals Oberungarn. Die Bergwerke in Špania Dolina bzw. Herrengrund gingen auf Kupfer und gehören zu den berühmten Kupferlagerstätten von Neusohl (heute Banská Bystrica), die dem Fugger-Thurzo Familienimperium gehörten. Der Niedergang der Bergwerke setzte im 18. Jh. ein, wobei in Špania Dolina noch bis in die 1960er Jahre die alten Abraumhalden aufbereitet worden sind.

Aufgrund dieser Jahrhunderte alten Bergbaugeschichte gibt es eine „Bruderschaft“ mit dem Namen „Banícke Bratstvo Herrengrund Špania Dolina“. Diese hält die Bergbautraditionen aufrecht und haben z.B. ein Bergbaumuseum gegründet oder auch eine mit Schautafeln versehenden Bergbauwanderweg eingerichtet.

Diese Bruderschaft verleiht bestimmten Leuten, die sich um die Erforschung des Bergbaus von Špania Dolina, der Bruderschaft oder sonstigen heimischen Dingen verdient gemacht haben, einen Ehrentitel mit der Bezeichnung „Signum Laudis Herrengrundi“. Dieser Titel wurde dem Projektleiter Prof. Dr. Thomas Stöllner und seinen beiden Projektverantwortlichen Dr. Jennifer Garner und Dr. Diana Modaressi-Tehrani für ihre Forschungen verliehen.