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KOINON: Gemeinsame Währungen und gemeinsame Identitäten
Ziel des Projekts ist es, durch eine umfassende und integrierte Analyse ihrer Prägungen ein besseres Verständnis der Funktionsweise der griechischen Bundesländer (Koina) sowohl auf struktureller als auch auf tagtäglicher Ebene zu erlangen.

Zu diesem Zweck wurden die achaischen, arkadischen und ätolischen Koinas ausgewählt (5.-1. Jh. V. Chr.). Es werden drei Forschungslinien verfolgt: 1) Wie wurden Kompetenzen und Entscheidungen zwischen den Behörden des Koinon einerseits und den örtlichen Behörden der Städte andererseits aufgeteilt? 2) Wie integriert waren die Städte im Bundesland? 3) Wie wurde eine föderale Identität geschaffen und kommuniziert? In allen drei Untersuchungslinien werden Entwicklungen vom Zeitpunkt der Gründung der Liga bis nach ihrer Auflösung verfolgt.

In diesen drei Forschungsbereichen werden drei komplementäre Ansätze für numismatisches Material verwendet: Vermessung und ikonografische Analysen, Münzenhort- und Einzelfundstudien sowie archäometallurgische Analysen. Die archäometallurgische Analyse von 400 Münzen wird unter Verwendung komplementärer analytischer Methoden an der Universität Frankfurt durch Bleiisotopenanalyse mittels Multicollector-Massenspektrometrie und am IRAMAT-Zentrum Ernest-Babelon in Orléans mittels FNAA (Fast Neutron Activation Analysis using a Cyclotron) an Bronzemünzen und LA-ICP-MS (Laser Ablation Inductively Coupled Plasma Mass Spectrometry) an Silbermünzen durchgeführt. Das historisch-numismatische Team in Tours / Orléans wird sich mit der Herstellung sowie den technischen und ikonografischen Merkmalen der Münzen befassen, die sowohl vom Institut Koinon als auch von den einzelnen Mitgliedern des Koinon herausgegeben werden. Das archäologisch-numismatische Team in Frankfurt wird den Umlauf, die Verwendung und den Verlust dieser Münzen untersuchen. Gemeinsam werden die Teams den historischen und archäologischen Hintergrund untersuchen, um die numismatischen Daten zu kontextualisieren. Kombiniert und integriert werden diese Ergebnisse zu einem besseren Einblick in die Funktionsweise der Münzprägung als Instrument und als Zeuge der föderalen Politik und Macht in der klassischen und hellenistischen Periode. Ein wichtiges Instrument für das Projekt wird die Erstellung einer webverknüpften Projektdatenbank sein, in der alle erhaltenen Daten gesammelt und miteinander verknüpft werden können. Nach Veröffentlichung der Ergebnisse wird diese Datenbank als Teilprojekt des Online Corpus of Greek Coinage (OCG), dessen digitales Projekt unter der Leitung von A. Meadows (Oxford) und F. Duyrat (Paris, BnF); C. Grandjean ist der regionale Herausgeber für die Münzstätten auf dem griechischen Festland.

Project informations

Kontakt
Projektleitung
Team

 Mitarbeiter der DBM-Forschungslabore

Projektträger

Université Francois-Rabelais Tours, Prof. Dr. Catherine Grandjean

Goethe-Universität Frankfurt, Prof. Dr. Fleur Kemmers

beteiligte forschende Bereiche
Laufzeit

2018-2021

Förderung
Kooperation

Amélie Perrier, Université s’Orleans

Maryse Blet-Lemarquand, CNRS, Orleans Institute of Applied Physics, National Academy of Sciences of Ukraine

Frederique Duyrat, Julien Olivier, Bibliothèque nationale de France

Denis Knöpfler, College de France Université Neuchâtel, CH/FIERCE, Goethe-Universität Frankfurt

Florian Duval, CEMHTI CNRS Orléans

Angela Ganterm, Friedrich-Wilhelm-Universität Erlangen-Nürnberg/FIERCE, Goethe-Universität Frankfurt

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