Tu | 05.09.2023 | 15:00 Uhr
Erinnerungen aus dem Henkelmann: Als Krankenschwester von Korea nach Bochum

Doris Brandt, Evangelische Erwachsenenbildung Bochum, und Dörthe Schmidt, Deutsches Bergbau-Museum Bochum, beide zertifiziert in Biografiearbeit

Zwischen 1955 und 1968 wurden neun Anwerbeabkommen zwischen Deutschland und anderen Staaten abgeschlossen. Viele Gastarbeitende arbeiteten in den darauffolgenden Jahren im Revier und fühlen sich seither mit ihren Familien hier heimisch.1963 kommen die ersten koreanischen Bergleute ins Revier. 2023 jährt sich das Anwerbeabkommen mit Süd-Korea zum 60. Mal. Haeng-Ja Fischer aus Süd-Korea fliegt 1969 mit zahlreichen anderen Krankenschwestern nach Bochum, um als Krankenschwester zu arbeiten. „Wir sind am Freitag angekommen und Montag mussten wir arbeiten.“ Das war im St. Josefs-Hospital in Linden. Später spielt ihr VW-Käfer für die koreanischen Bergleute eine große Rolle. Mit privaten Fotos und Erinnerungen reisen wir zurück in die 1960er und 1970er Jahre.

In unserer Reihe „Erinnerungen aus dem Henkelmann“ machen wir uns auf Spurensuche. Einmal pro Quartal heben wir bei Kaffee und Kuchen Erinnerungen rund um Bergbauthemen. Auf unterhaltsame Weise erfahren wir viel Wissenswertes über die Alltagskultur und Geschichte unserer Region. Damit stärken wir nicht nur die eigenen Wurzeln, sondern auch das Verständnis füreinander und für die Fragen der Gegenwart.

Eine Kooperation zwischen der Evangelischen Erwachsenenbildung Bochum und dem Deutschen Bergbau-Museum Bochum

  • Dauer: ca. 1,5 Stunden
  • Kosten: 5 € Eintritt
  • Anmeldung erforderlich unter: doris.brandt@ekvw.de oder +49 234 962904-662
  • Teilnehmendenzahl begrenzt