Letzte Gelegenheit: „Ewigkeitsgeräusche“ erleben

Ewigkeitsgeräusche (Forever Sounds), Moritz Fehr, Installationsansicht, Deutsches Bergbau-Museum Bochum, © Moritz Fehr/ VG Bild-Kunst, Bonn, 2024

Wie klingt Ewigkeit? Noch bis zum 20. September lädt die Soundskulptur „Ewigkeitsgeräusche“ des Künstlers Moritz Fehr dazu ein, den Nachbergbau im Ruhrgebiet mit anderen Ohren zu entdecken. Das raumgreifende Kunstwerk kann kostenfrei in der Eingangshalle des Deutschen Bergbau-Museums Bochum besichtigt werden.

Elektromagnetisches Surren, das Rauschen von Wasserpumpen, brummende Lüfter oder das Schlagen von Schachtverfüllungen: Moritz Fehr hat Geräusche der sogenannten Ewigkeitsaufgaben an verschiedenen Orten im Ruhrgebiet aufgenommen und zu einer vielschichtigen Soundskulptur komponiert. Ergänzt wird das Werk durch seismische Daten aus dem Untergrund, die in Geräusche und Vibrationen übersetzt wurden.

Über 21 Lautsprecher wandern die Klänge durch den Raum, verdichten sich, schwellen an und klingen wieder ab. So macht „Ewigkeitsgeräusche“ hörbar, was meist verborgen bleibt: die weiterhin notwendigen Maßnahmen und Infrastrukturen, die mit den Folgen des Steinkohlenbergbaus verbunden sind.

Ergänzt wird die Soundskulptur durch eine virtuelle Skulptur in Augmented Reality auf dem Vorplatz des Museums. Über ein Schild auf der großen Rasenfläche lässt sich das interaktive Angebot mit dem eigenen Smartphone starten – und erweitert das Klangerlebnis um eine digitale Perspektive im Außenraum.

Wer das Kunstwerk noch erleben möchte, kann jederzeit während der Öffnungszeiten im Eingangsbereich des Museums vorbeikommen.

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