Das Deutsche Bergbau-Museum Bochum öffnet am Dienstag, 06. April 2021, wieder. Für einen Besuch besteht weiterhin die Anmeldepflicht sowie das Tragen von FFP2-Masken und nun auch der Nachweis eines zertifizierten, negativen Coronatests. Zum Kontaktformular

„Schon gewusst?” im 2. Quartal 2021

Sechs kleine Tongefäße in einer Vitrine

Foto: Helena Grebe

Die Kurzführungen „Schon gewusst?“ stellen jeweils ein Exponat aus der Dauerausstellung des Deutschen Bergbau-Museums Bochum in den Mittelpunkt. In einer Viertelstunde erzählen Mitarbeitende aus verschiedenen Bereichen des Leibniz-Forschungsmuseums für Georessourcen im zweiten Quartal des Jahres 2021 wieder, wie facettenreich der Blick auf ein Objekt oder ein Forschungsgebiet sein kann.

Termine & Inhalte „Schon gewusst?“ im 2. Quartal:

  • Do. 08.04.2021 | 12:15 Uhr
    Tierisch hell: Maulaffen und Prunkfrösche. Ein Blick auf das Geleucht der Bergleute
    Dr. Lena Asrih, Forschungsbereich Bergbaugeschichte
    Feuer war und ist eine wichtige Lichtquelle für Bergleute zur Beleuchtung ihres Arbeitsplatzes. Im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit wurde es auf unterschiedliche Art mit in die Bergwerke genommen. Wir gucken uns einige Beispiele für das sogenannte Geleucht aus alten deutschen Bergbaugebieten an und erfahren, was Ochse, Affe, Frosch und Kuckuck damit zu tun haben könnten.
  • Do. 22.04.2021 | 12:15 Uhr
    Bergbau im Kalten Krieg: Das Beispiel Wismut
    Dr. Regina Göschl, Montanhistorisches Dokumentationszentrum
    Bergbau diente in der Systemkonfrontation des Kalten Krieges nach 1945 auch politischen Zwecken. So kam dem Uranerzbergbau in der DDR bis 1990 eine zentrale Rolle für die atomare Aufrüstung der Sowjetunion zu. Durch die Atombombenabwürfe der USA in Japan 1945 wurde der sowjetischen Führung ihr Mangel an Uran bewusst. Daher suchte sie im eigenen Land und in ihrem Machtbereich nach Uranerzlagerstätten – auch in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ), der späteren DDR (Gründung 1949). Bereits 1946 fanden sowjetische Geologen Uranerz in Johanngeorgenstadt (Sachsen). Kurze Zeit später gründete die Sowjetunion die „Zweigstelle der Staatlichen Sowjetischen Aktiengesellschaft der Buntmetallindustrie, Wismut“ (SAG Wismut). Hinter dem Namen Wismut verbarg sich zwischen 1947 und 1990 der weltweit drittgrößte Bergbaubetrieb zur Förderung von Uranerzen. Die Kurzführung beleuchtet die Rolle des Uranerzbergbaus in der Systemkonfrontation des Kalten Krieges anhand ausgewählter Exponate.
  • Do. 06.05.2021 | 12:15 Uhr
    Manchmal muss es einfach ein Modell sein!
    Dr. Maria Schäpers, Montanhistorisches Dokumentationszentrum
    Im Rundgang „Steinkohle. Motor der Industrialisierung“ in der Dauerausstellung des Deutschen Bergbau-Museums Bochum stehen zwei Modelle, deren Verbindung zum Steinkohlenbergbau sich erst auf den zweiten Blick ergibt. Es handelt sich um die Feuermaschine und das Gradierwerk der Saline Königsborn. Viel interessanter als die Frage nach dem Zusammenhang von Steinkohle und Salzgewinnung ist bei den beiden Modellen aber die Frage, wieso das Museum diese eigentlich besitzt.
  • Do. 20.05.2021 | 12:15 Uhr
    Auf den Spuren der Ochsen: Fett, Fell und Fleisch für die Bergbaureviere
    Janina Schäuffele, Forschungsbereich Bergbaugeschichte
    Der europäische Ochsenhandel entwickelte sich im Mittelalter als einer der bedeutendsten Wirtschaftsfaktoren. Auf sogenannten „Oxenwegen“ wurden die Tiere vor allem aus Osteuropa in die deutschen Territorien getrieben. Auch in den Bergbaurevieren waren Ochsen in vielerlei Hinsicht ein gefragtes Gut, dem wir anhand eines ausgewählten Objekts nachgehen werden.
  • Do. 10.06.2021 | 12:15 Uhr
    Glück auf! Fortuna und der Bergbau
    Jun.-Prof. Dr. Tina Asmussen; Forschungsbereich Bergbaugeschichte
    Die Unsicherheit und Unbeständigkeit des Bergbaus haben eine Fülle von Redewendungen, Liedern und Objekten hervorgebracht, die die Rolle von Risiko und Glück im Bergbau unterstreichen. Das wohl bekannteste Zeugnis ist der Bergmannsgruß „Glück auf!“ Auf einem Rundgang zu ausgewählten Objekten seit dem 16. Jahrhundert begeben wir uns auf die Pfade der Fortuna im Bergbau. 
  • Do. 17.06.2021 | 12:15 Uhr
    Archäologie 2.0: wie ich lernte, die Drohne zu lieben
    Nicolas Schimerl, M. A., Forschungsbereich Montanarchäologie
    Archäologie – das heißt, mit Kelle und Pinsel Schicht für Schicht die Vergangenheit freilegen. Oder doch nicht? Archäologische Feldforschung stützt sich heute auf eine Vielzahl an innovativen Methoden. Diese ermöglichen uns einen umfassenderen Blick in vergangene Lebenswelten als traditionelle Grabungen. Drohnen, Geophysik und 3D-Dokumentation sind nur einige Hilfsmittel. Am Beispiel der Forschung rund um das iranische Salzbergwerk von Chehrābād stellt Archäologe Nicolas Schimerl dies vor.

Die Teilnahmebedingungen für alle Kurzführungen im Überblick

  • Beginn: jeweils 12:15 Uhr
  • Dauer: ca. 15 Minuten
  • Kosten: im Museumseintritt enthalten
  • Anmeldung: erforderlich unter +49 234 5877-220 oder service@bergbaumuseum.de (Di. bis Fr. zwischen 09:00 und 15:00 Uhr) oder vor Ort an der Kasse Hinweis: Karten bitte max. 30 Minuten vor Führungsbeginn abholen, ansonsten erlischt die Reservierung.
  • max. Personenzahl: 8 Teilnehmende
  • Teilnahmehinweis: Maskenpflicht, Kopfhörer werden gestellt

 

Anmeldung zum Besuch

Bitte beachten Sie, dass für den Besuch des Museums aktuell eine Anmeldung notwendig ist. Sie dient der Vergabe von Zeitfenstern für den Museumsbesuch sowie der Rückverfolgbarkeit der Kontakte. Um die Hygienestandards und Schutzauflagen realisieren zu können, werden die Gäste gebeten, sich auf einen konkreten Zeitraum festzulegen und den Besuch auf 2,5 Stunden zu begrenzen. Die Reservierung erfolgt pro Haushalt online unter www.bergbaumuseum.de/reservierung.

BESUCHERINFORMATION

Aufgrund der aktuellen Umstände kann es zu kurzfristigen Programmänderungen bzw. -Absagen kommen. Bitte informieren Sie sich auf unserer Homepage und im Rahmen der Öffnungszeiten telefonisch beim Besucherservice unter +49 234 5877-126. Bitte beachten Sie außerdem unsere aktuellen Hinweise für Ihren Besuch.
Bitte beachten Sie zudem: Das Anschauungsbergwerk ist aktuell nicht barrierefrei und nur im Rahmen einer Führung zugänglich. 

Besuchende mit Mobilitätseinschränkungen und Besuchende mit Kinderwagen werden in der aktuellen Situation gebeten, den Besucherservice anzurufen. Wir öffnen Ihnen die Tür und schalten den Aufzug frei: +49 234 5877-126

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