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Fr | 04.03.2022 | 09:30 Uhr
Sonderausstellung: "Black Gold and China. Fotografien von Lu Guang"

Der chinesische Fotograf Lu Guang (*1961) beschäftigt sich mit den sozioökonomischen und ökologischen Belangen im industriellen China und schuf damit ein kraftvolles und eindrückliches Werk, das sich auf die soziale Realität derer konzentriert, die an der Armutsgrenze in diesen Industrielandschaften leben. China ist der größte Kohleproduzent und -verbraucher der Welt und der größte Nutzer von aus Kohle produziertem Strom, der Hauptenergiequelle in einem Land ohne eigene Ölreserven. Ein bedeutender Teil von Lu Guangs Fotografien spiegelt die Folgen des ungebremsten Kohleabbaus wider und verdeutlicht die damit einhergehende Umweltzerstörung, die in ihrem Ausmaß für internationale Erschütterung sorgt und eine steigende Zahl von Atemwegserkrankungen und anderen Leiden verursacht hat. Lu Guangs Arbeiten über die Luftverschmutzung in der Provinz Hebei zeigen eindrucksvoll die Kollateralschäden der erfolgreichen Bemühungen Chinas, sich als wirtschaftliche Supermacht zu etablieren. „Im Laufe der Jahre", so Lu Guang, „ist mir immer bewusster geworden, dass wir nur eine Erde haben, die wir uns teilen. Sie zu schützen ist die Pflicht eines jeden Menschen, der auf ihr lebt. Wenn Menschen und Unternehmen industrielle und häusliche Abwässer in die Flüsse, Seen und Meere einleiten, wird die Erde eines Tages eine solche Belastung nicht mehr ertragen, und alle Menschen werden zu ihren Opfern, besonders die Armen."
Lu Guang wurde mehrfach mit renommierten internationalen Fotografie-Preisen ausgezeichnet. Seine erste monographische Ausstellung in Deutschland zeigt rund 100 Farb -und Schwarzweißfotografien sowie multimediale Elemente. Sie wird durch ein umfängliches Vermittlungs- und Veranstaltungsprogramm begleitet, das durch partizipative sowie informative Formate eine Diskussionsplattform anbietet, die Besuchende aller Altersgruppen zur Auseinandersetzung mit diesem bedeutsamen Themenfeld einlädt.

Weitere Informationen zur Sonderausstellung erhalten Sie hier.

  • Öffnungszeiten: im Rahmen der Museumsöffnungszeiten (Di. bis So. von 09:30 bis 17:30 Uhr und jeden ersten Do. von 09:30 bis 20:30 Uhr)
  • Kosten: 3 €
  • Ort: DBM+

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