Die Forschung unterscheidet dabei sowohl zwischen Gabentausch, Redistribution und einem Marktaustausch als auch zwischen sozial eingebetteten und auf rationalem Kosten-Nutzen Kalkül basierten Transaktionen. Während der Gabentausch, oder Reziprozität, vor allem zwischen symmetrischen Gruppen stattfindet, werden die Güter bei der Redistribution durch ein Zentrum verteilt. Hingegen dominieren bei der Markttransaktion die Kräfte von Angebot und Nachfrage und es werden Wertäquivalente gebildet. In der Arbeit geht es zuerst einmal darum, die grundlegenden Unterschiede herauszuarbeiten und der Frage nachzugehen, ob sich Gabentausch und Redistribution nicht auch mithilfe neoklassischer oder institutionenökonomischer Wirtschaftstheorien beschreiben lassen und ob nicht jeder Tausch durch seine gesellschaftlichen Umständen geprägt ist.
Die Bearbeitung von theoretischen Grundlagen, eine Beschreibung der verschiedenen Austauschmechanismen anhand der archäologischen Quellen und die Betrachtung der sozialen Wirkungen sind die Ziele der diachronen Studie. Zudem sollen neben der Analyse einzelner Artefakttypen auch Provenienzstudien eine zentrale Rolle spielen.
Project informations
2011 – 2014
- Windler, A.,Thiele, R. and Müller, J., 2013. Increasing inequality in Chalcolithic Southeast Europe: the case of Durankulak. Journal of Archaeological Science 40,1, pp.204-210.
- Windler, A., 2013. From the Aegean Sea to the Parisian Basin. How Spondylus can rearrange our view on trade and exchange. Metalla 20.2, pp. 95-106.