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3D-Präsentation: Historische Stereofotografien zum Steinkohlenbergbau

Foto: Helena Grebe

Bereits seit der Mitte des 19. Jahrhunderts existierte die Stereofotografie als technisches Medium in unterschiedlichen Anwendungsbereichen. Im Ruhrgebiet erlebte sie seit den 1920er-Jahren einen regionalen Höhepunkt, während sie teilweise schon durch das Medium Film verdrängt und abgelöst worden war. Im montan.dok wird die wohl umfangreichste Überlieferung von Stereofotografien zum Bergbau in Deutschland bewahrt. Sie sind nun in einer 3D-Präsentation sichtbar gemacht worden.

3D-Filme und -Darstellungen erfreuen sich in Kinos und in virtuellen Welten weiterhin steigender Beliebtheit. Dabei reichen die Geschichte der Stereofotografie und die Faszination räumlicher Darstellungen bis weit in das 19. Jahrhundert zurück.

1849 entwickelte Sir David Brewster die erste binokulare Kamera und 1851 einen handlichen Stereobetrachter. Damit legte er den Grundstein für die Stereofotografie und löste eine regelrechte Stereomanie in den 1850er- bis 1860er-Jahren aus. Tausende Bildserien zu fremden Ländern, Städten und Landschaften dienten bis in die 1920er-Jahre hinein der Unterhaltung und dank der von August Fuhrmann in Deutschland entwickelten Kaiser-Panoramen auch der Volksbildung und Berichterstattung. Nach 1920 wurde die Stereofotografie als populäres Betrachtungsmedium jedoch schnell von dem aufkommenden bewegten Bild, dem Film, verdrängt. Innerhalb des Bereiches Industrie- und Werksfotografie blieb die Bedeutung von Stereofotografie noch bis in die 1960er-Jahre erhalten.

Das Deutsche Bergbau-Museum Bochum hat die besondere Welt des Bergbaus schon seit den 1930er-Jahren auch durch 3D-Fotos öffentlichkeitswirksam vermittelt, und in seinem Montanhistorischen Dokumentationszentrum (montan.dok) finden sich heute mehrere tausend historische Stereofotografien, die bislang aber nicht hinreichend erschlossen und zugänglich sind.

Wie dieser historisch wertvolle Fundus für Wissenschaft und Öffentlichkeit gehoben werden kann, ist mit Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung im Projekt „Fremde Welten in 3D“ untersucht und in einem umfassenden Bericht dargestellt worden. Das montan.dok hat hierbei erheblich von dem in der Deutschen Gesellschaft für Stereoskopie (DGS) vereinten Fachwissen um die Stereofotografie profitiert.

Sozusagen ein Spin Off aus dieser Zusammenarbeit ist die 3D-Präsentation „Bergbau und Bergleute im deutschen Steinkohlenbergbau“. Eine erste Version ist zur Vorführung auf dem 22. Weltkongress der International Stereoscopic Union (ISU), der in diesem Jahr vom 20. bis 26. August 2019 durch die DGS in Lübeck ausgerichtet wird, erstellt worden.

Einen Film zum Projekt finden Sie hier.

Die Verwertung der Stereofotografien ist das jüngste Ergebnis der Zusammenarbeit zwischen dem montan.dok und der DGS. Sie zeigt einen kleinen Ausschnitt aus den umfangreichen Beständen des montan.dok und verweist beispielhaft auf die historische Relevanz und die besondere Faszination dieser Bildquellen.

Hinweis:
Die Präsentation der Stereofotografien erfolgt als Anaglyphen. Für die Wahrnehmung des 3D-Effekts ist eine handelsübliche Rot-Cyan-Brille erforderlich.

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