Protection and hygiene measures apply to the visit. To the overview...

„Schon gewusst?” im 3. Quartal 2021

Foto: Helena Grebe

Die Kurzführungen „Schon gewusst?“ stellen auch im dritten Quartal 2021 jeweils ein Exponat aus der Dauerausstellung des Deutschen Bergbau-Museums Bochum in den Mittelpunkt. In 15 Minuten erzählen Mitarbeitende aus verschiedenen Bereichen des Leibniz-Forschungsmuseums für Georessourcen wieder, wie facettenreich der Blick auf ein Objekt oder ein Forschungsgebiet sein kann. In diesem Quartal geht es u. a. um das Thema Glück im Bergbau, archäologische Forschung, die Wismut und den Sozialistischen Wettbewerb.

Termine & Inhalte „Schon gewusst?“ im 3. Quartal:

Do. 08.07.2021 | 12:15 Uhr
Glück Auf! Fortuna und der Bergbau
Jun.-Prof. Dr. Tina Asmussen, Forschungsbereich Bergbaugeschichte
Die Unsicherheit im Bergbau hat eine Fülle von Redewendungen, Liedern und Objekten hervorgebracht, die die Rolle von Gefahren und Glück im Bergbau unterstreichen. Das wohl bekannteste Zeugnis ist der Bergmannsgruß „Glück auf!“. Auf einem Rundgang zu ausgewählten Objekten seit dem 16. Jahrhundert begeben wir uns auf die Pfade von Fortuna im Bergbau.

Do. 15.07.2021 | 12:15 Uhr
Experimente im Bergbau: Wie arbeiteten die Bergleute vor ihrem Tod im Salz
Katja Kosczinski, M.A., Forschungsbereich Montanarchäologie
Erzählen Archäologinnen und Archäologen immer nur Geschichten? Archäologin Katja Kosczinski berichtet von den Funden aus dem Salzbergwerk von Chehrābād und was sie mit Hilfe von Experimenten zu dieser Fragestellung herausgefunden hat.

Do. 05.08.2021 | 12:15 Uhr
Tierisch hell – Maulaffen und Prunkfrösche. Ein Blick auf das Geleucht der Bergleute
Dr. Lena Asrih, Forschungsbereich Bergbaugeschichte
Feuer war und ist eine wichtige Lichtquelle für Bergleute zur Beleuchtung ihres Arbeitsplatzes. Im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit wurde es auf unterschiedliche Art mit in die Bergwerke genommen. Wir schauen uns einige Beispiele für das sogenannte Geleucht aus alten deutschen Bergbaugebieten an und erfahren, was Ochse, Affe, Frosch und Kuckuck damit zu tun haben könnten.

Do. 12.08.2021 | 12:15 Uhr
Bergbau im Kalten Krieg: Das Beispiel Wismut
Dr. Regina Göschl, Montanhistorisches Dokumentationszentrum
Bergbau diente in der Systemkonfrontation des Kalten Krieges nach 1945 auch politischen Zwecken. So kam dem Uranerzbergbau in der DDR bis 1990 eine zentrale Rolle für die atomare Aufrüstung der Sowjetunion zu. Durch die Atombombenabwürfe der USA in Japan 1945 wurde der sowjetischen Führung ihr Mangel an Uran bewusst. Daher suchte sie im eigenen Land und in ihrem Machtbereich nach Uranerzlagerstätten – auch in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ), der späteren DDR. Bereits 1946 fanden sowjetische Geologen Uranerz in Johanngeorgenstadt, Sachsen. Kurze Zeit später gründete die Sowjetunion die „Zweigstelle der Staatlichen Sowjetischen Aktiengesellschaft der Buntmetallindustrie, Wismut“, kurz SAG Wismut. Hinter dem Namen Wismut verbarg sich zwischen 1947 und 1990 der weltweit drittgrößte Bergbaubetrieb zur Förderung von Uranerzen. Die Kurzführung beleuchtet die Rolle des Uranerzbergbaus in der Systemkonfrontation des Kalten Krieges anhand ausgewählter Exponate.

Do. 09.09.2021 | 12:15 Uhr
Sieger im Sozialistischen Wettbewerb
Dr. des. Martin Baumert, Montanhistorisches Dokumentationszentrum
Für viele Bundesbürgerinnen und -bürger ist das Leben und Arbeiten in der ehemaligen DDR bis heute eine terra inkognita. Gerade die Bergleute hatten eine hohe soziale Stellung. Ihr Selbstbewusstsein verkörperte der Ausspruch „Ich bin Bergmann, wer ist mehr?“. Der Sozialistische Wettbewerb wiederum sollte Arbeitskräfte zu höheren Leistungen anregen, die materielle oder immaterielle Prämierung brachten. Anhand der Flagge „Sieger im Sozialistischen Wettbewerb“ wirft der Kurzvortrag ein Schlaglicht auf die Bergleute jenseits der ehemaligen Mauer sowie ihre Arbeitsorganisation.

Die Teilnahmebedingungen für alle Kurzführungen im Überblick:

  • Beginn: jeweils 12:15 Uhr
  • Dauer: ca. 15 Minuten
  • Kosten: im Museumseintritt enthalten
  • Anmeldung: erforderlich unter +49 234 5877-220 oder service@bergbaumuseum.de (Di. bis Fr. zwischen 09:00 und 15:00 Uhr) oder vor Ort an der Kasse. Karten bitte max. 30 Minuten vor Führungsbeginn abholen, ansonsten erlischt die Reservierung.
  • Teilnehmendenzahl begrenzt
  • Teilnahmehinweis: Maskenpflicht, Kopfhörer werden gestellt

BESUCHERINFORMATION

Aufgrund der aktuellen Umstände kann es zu kurzfristigen Programmänderungen bzw. -Absagen kommen. Bitte informieren Sie sich auf unserer Homepage und im Rahmen der Öffnungszeiten telefonisch beim Besucherservice unter +49 234 5877-126. Bitte beachten Sie außerdem unsere aktuellen Hinweise für Ihren Besuch.

Bitte beachten Sie zudem: Das Anschauungsbergwerk ist aktuell unter der Woche nicht barrierefrei und nur im Rahmen einer Führung zugänglich. 

Besuchende mit Mobilitätseinschränkungen und Besuchende mit Kinderwagen werden in der aktuellen Situation gebeten, den Besucherservice anzurufen. Wir öffnen Ihnen die Tür und schalten den Aufzug frei: +49 234 5877-126