Ab Dienstag, 17. März 2020, stellt das Deutsche Bergbau-Museum Bochum seinen Besucherbetrieb ein. Mit der Schließung möchten auch wir unseren Beitrag zur Eindämmung der Verbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 leisten. Vielen Dank für Ihr Verständnis. Weitere Infos...

Neues Corporate Design für das Deutsche Bergbau-Museum Bochum

Das Deutsche Bergbau-Museum Bochum, Leibniz-Forschungsmuseum für Georessourcen, erhält ein neues Corporate Design. Warum ein Pantoneton unserem Tun im wahrsten Sinne den Rahmen gibt und was unser Logo mit unserer denkmalgeschützten Fassade zu tun hat?

Das Deutsche Bergbau-Museum Bochum, gegründet 1930, ist als Leibniz-Forschungsmuseum für Georessourcen dem Auftrag verpflichtet, das materielle Erbe des Bergbaus zu sammeln, zu bewahren, zu erforschen, auszustellen und zu vermitteln. Wir kommen diesem Auftrag über und unter Tage nach, vor Ort in Bochum, regional, national und international, in vier Abteilungen und sechs forschenden Bereichen. Unser Credo lautet: Wissen verbreiten – Bergbau erleben. Wir tun all dies unter einem Dach.

Die Idee

Das Logo des Deutschen Bergbau-Museums Bochum nimmt die reale Verortung und die musealen Aufgaben auf. Umgesetzt wird es – in Analogie zur denkmalgeschützten Architektur des Hauses – in einer modernen und zugleich zeitlos puristischen Form.

Die Farben

Als Reminiszenz an das größte Objekt des Hauses – das Fördergerüst der Zeche Germania – und eine im Steinkohlenbergbau typische Farbe – Germaniagrün – ist ein Pantoneton die bestimmende Farbe. Er gibt unserem Tun im wahrsten Sinne den farblichen Rahmen. Das verwendete Grau verweist auf die Seilscheiben des Fördergerüsts und ist damit eine weitere Referenz an den Bergbau und seine materiellen Zeugnisse.

Die Schrift

Mit der gewählten Hausschrift Brandon Grotesque, die ihre Ursprünge in den 1920er-Jahren hat, gehen wir in die Gründungsjahre und Anfänge unserer Einrichtung als technikhistorisches Museum zurück. Die Schrift ist technisch, aber nicht emotionslos, klar, aber nicht ohne Struktur.

Die Umsetzung

Die Realisierung des neuen Corporate Designs wurde durch das Team der Stabsstelle Presse & Öffentlichkeitsarbeit inhäusig umgesetzt. Die Entwicklung basiert auf einem zweijährigen Prozess inkl. Marken- und Umfeldanalyse: Neben einer intensiven Analyse der eigenen Institution und des Umfeldes stand vor allem die Herausforderung im Mittelpunkt, das Deutsche Bergbau-Museum Bochum als Haus zwischen Tradition und Moderne zu präsentieren. Mit unserem Corporate Design verweisen wir auf unsere Wurzeln und blicken in unsere Zukunft.

Aspekte der Nachhaltigkeit

Bei der Umsetzung und der Produktion der verschiedenen Medien wurde nach Möglichkeit versucht, Elemente der Nachhaltigkeit abzudecken: So wird bei Drucksachen auf CO2-neutrale Produktion und -Lieferung geachtet, wenn möglich wird Papier aus nachhaltiger Forstwirtschaft gewählt, die Aufkleber werden vegan produziert und sind damit frei von tierischen Zusatzstoffen und kompostierbar. Bei Merchandising-Produkten wurde etwa auf einen Kugelschreiber aus 100 % kompostierbaren Materialien und auf bleifreie Minen zurückgegriffen, die Bleistifte stammen aus nachhaltiger Forstwirtschaft. Bei unseren Geschäftsdokumenten und Vorlagen achten wir mit der Wahl der Farbe auf geringeren Farbverbrauch, ohne dabei Aspekte der Lesbarkeit zu vernachlässigen.

Interne Anwendung

In der weiteren Anwendung des Corporate Designs setzen wir auf „Hilfe zur Selbsthilfe“: Nachdem umfangreiche Bedarfsabfragen und Wünsche an die neuen Medien ermittelt wurden, werden nun verschiedene Produkte – wie Grußkarten, Plakatrohlinge, Aushängdateien, Geschäftsvorlagen oder Präsentationsmedien – in allgemein zugänglichen Vorlagenformaten angeboten. Zusammen mit entsprechenden Manuals und gezielten Schulungen werden die Mitarbeitenden so in der täglichen Umsetzung unterstützt und können somit als Botschafterinnen und Botschafter des Deutschen Bergbau-Museums Bochum agieren.

Über das Deutsche Bergbau-Museum Bochum

Das Deutsche Bergbau-Museum Bochum ist eines von acht Forschungsmuseen der Leibniz-Gemeinschaft. Erforscht, bewahrt und vermittelt wird seit 1930 epochenübergreifend die Geschichte der Gewinnung, Verarbeitung und Nutzung von Georessourcen. Zu den forschenden Bereichen gehören: Archäometallurgie, Bergbaugeschichte, Materialkunde, Montanarchäologie sowie das Forschungslabor und das Montanhistorische Dokumentationszentrum (montan.dok). In den vier Rundgängen seiner Dauerausstellung – Steinkohle, Bergbau, Bodenschätze, Kunst – und in seinem Anschauungsbergwerk vermittelt das Deutsche Bergbau-Museum Bochum die Faszination für die Welten des Bergbaus.

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