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Objekt auf Reisen – heute: Ein Handstein in New York

Foto: Deutsches Bergbau-Museum Bochum | montan.dok

Ein aus zahlreichen Mineralstufen – darunter Amethyst, Pyrit, Zinnobererz, Quarz, Bleiglanz, Kupferkies, Malachit, Flußspat, Schwerspat, Wismuterz und gediegenem Silber – zusammengesetzter Handstein aus den Musealen Sammlungen des montan.dok wird ab November in New York zu sehen sein.

Das zur Aufnahme von Gewürzen bzw. Essenzen bestimmte Gefäß hat ursprünglich Stopfen besessen, die heute fehlen. Der eigentliche Handstein weist zunächst einen über die Höhe der Glasgefäße hinaufreichenden Sockel auf, der eine starke Wirkung durch den Glanz der Mineralien ausübt. An mehreren Stellen sind Eingänge in die unterirdische Welt des Bergbaus auszumachen: zweimal in Gestalt eines Stollenmundloches in Frontalansicht, einmal in Gestalt einer „aufgeschnittenen“ Strecke mit drei Türstockausbauten. Oberhalb eines Absatzes, auf dem die insgesamt sieben Betriebsgebäude des Montanwerkes stehen, entwickelt sich ein Berggipfel, der von einem mächtigen grünen Emailblock auf Kupfer abgeschlossen wird. Darauf befestigt ist eine silberne Bergknappenfigur, die über dem Haupt eine gravierte flache Glasschale trägt.

Die Schilderung der Montanszenen und der Betriebsanlagen ist außerordentlich aufschlussreich, da sie ein nahezu vollständiges Bild vom niederungarischen Metallerzbergbau der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts aufzeigen. Der Handstein (Höhe 38 cm, Breite 41 cm, Länge 31,5 cm, Gewicht ca. 9 kg, montan.dok 030001671001) wurde 1988 vom DBM aus deutschem Kunsthandel erworben, zuvor war er 1987 in New York auf der Oktober-Auktion von Sotheby’s versteigert worden.

Das Metropolitan Museum of Art zeigt vom 25. November 2019 bis 01. März 2020 die Sonderausstellung „Making Marvels. Science & Splendor at the Courts of Europe“, die sich mit den künstlerischen und technischen Sammlungen europäischer Fürstenhäuser und deren Faszination für damalige Gesellschaften auseinandersetzt. Zu sehen sind rund 170 Objekte aus den Sammlungen des „Met“ sowie über 50 Leihgaben, von denen eine aus dem DBM/montan.dok stammt. Zur Ausstellung erscheinen ein Katalog und ein Bildband.