Politik trifft Wissenschaft

Foto: Eric Lichtenscheidt

Leibniz im Landtag Gestern nahmen Wissenschaftler der Leibniz-Institute in NRW einen wichtigen Termin im Landtag in Düsseldorf wahr. Sie berichteten interessierten Abgeordneten von ihren Projekten. Mit dabei waren auch zwei Wissenschaftler des Deutschen Bergbau-Museums Bochum.

Die Leibniz-Gemeinschaft NRW gab mit dem in diesem Jahr zum siebten Mail stattfindenden Format „Leibniz im Landtag“ Politikern die Möglichkeit, persönlich mit Fachleuten über aktuelle Forschungsfragen und -erkenntnisse ins Gespräch zu kommen. An diesem Austausch nahmen auch zwei Wissenschaftler aus dem DBM teil: Dr. des. Petra Eisenach informierte über Karrierewege für junge Wissenschaftler an einem Forschungsmuseum. Das DBM bietet Nachwuchsforschern die Chance, sich nicht nur auf die akademische Laufbahn zu konzentrieren, sondern auch Kompetenzen im Museumsmanagement, Ausstellungs- und Sammlungswesen zu erwerben. Für diesen dreigleisigen Karriereweg offeriert das DBM Strukturen und Personalentwicklungsinstrumente, die auf die jeweiligen Tätigkeitsbereiche abgestimmt sind.
Über das Thema „Den Wandel erfahren – das Ende der Steinkohle aus Sicht der Beteiligten“ wollten sich gleich mehrere Politiker informieren. Der Historiker Dr. Stefan Moitra vom Montanhistorischen Dokumentationszentrum (montan.dok) am DBM gab Einblicke in das Oral-History-Projekt, das er wissenschaftlich leitet, und präsentierte einige bereits geführte Interviews mit Zeitzeugen. Welche Relevanz die Erinnerung an den Bergbau für die regionale Identität in ehemaligen Bergbaurevieren haben kann, fanden die Abgeordneten recht aufschlussreich. Sie zeigten sich auch sehr interessiert an der Frage, inwiefern beispielsweise der Umgang mit der Industriekultur im Ruhrgebiet auch auf andere Bergbauregionen und –sparten übertragbar wäre.