Ab Dienstag, 3. November 2020, stellt das Deutsche Bergbau-Museum Bochum seinen Besucherbetrieb ein. Das Museum folgt damit den Maßnahmen von Bund und Ländern zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Informationen zur Wiederaufnahme des Besucherbetriebs erfolgen tagesaktuell gemäß entsprechender Verordnungen. Weitere Infos
So | 28.02.2021
Angeschnitten: Keltische Eisenproduktion im Siegerland – Von der Ausgrabung zum archäologischen Experiment

Dr. Jennifer Garner, Deutsches Bergbau-Museum Bochum, und Dr. Manuel Zeiler, LWL-Archäologie für Westfalen, Olpe

Das Siegerland verdankt seinen ausgedehnten Erzlagerstätten eine reiche Bergbau- und Hüttengeschichte, deren Anfänge bis in die Eisenzeit zurückreichen. In der Region wurde bereits ab dem 3. Jahrhundert v. Chr. bis zur Zeitenwende in großem Umfang Erz gewonnen, so dass sich eine auf die Eisen- bzw. Stahlproduktion ausgerichtete Wirtschaftsregion herausbildete. Durch die Zahl und Erhaltung der metallurgischen Fundstellen, den Grad der Spezialisierung in dieser Montanlandschaft und durch den guten Forschungsstand zählt das Siegerland zu den wichtigen Produktionsräumen des eisenzeitlichen Mitteleuropas. Die Spezialisierung bzw. Produktivität der keltischen Hüttenleute zeigt sich auch an den verwendeten Öfen im Siegerland: denn es wurde ein Ofentyp benutzt, der in Europa einzigartig ist. Er unterschied sich nicht nur durch seine Birnenform von den zeitgenössischen Schachtöfen anderer Regionen, sondern vor allem durch seine enormen Ausmaße von 1,20 m Innendurchmesser und 1,60 m Höhe. Weitere Komponenten wie ein vorgesetzter Schürkanal, das Vorhandensein von Düsen im Kuppelbereich und die Verwendung von Holz statt Holzkohle warfen bereits früh Fragen zur Funktionsweise dieser Öfen auf. Dies führte 2017 und 2018 zu einem Nachbau eines Siegerländerofens im Freilichtmuseum Hagen, in dem die Verhüttung experimentell durchgeführt worden ist und die Ergebnisse vorgestellt werden sollen.

  • Kosten: Eintritt frei
  • Anmeldung: erforderlich unter info@vfkk.de oder telefonisch unter +49 234 5877-113
  • max. Personenzahl: 60 Teilnehmende
  • Teilnahmehinweis: Maskenpflicht, Sitzplatzreservierung

ANGESCHNITTEN

Die Vereinigung der Freunde von Kunst und Kultur im Bergbau e.V. (VFKK) will neue Mitglieder für den Förderverein des Museums gewinnen und stellt sich daher in den nächsten Jahren neu auf. Die neue Veranstaltungsreihe ANgeSCHNITTen wird Themen wie Energiegeschichte, Georessourcen, Industriedenkmalpflege und Industriearchäologie präsentieren und dabei auch immer das Neueste aus dem Deutschen Bergbau-Museum Bochum berichten

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