Ab Dienstag, 3. November 2020, stellt das Deutsche Bergbau-Museum Bochum seinen Besucherbetrieb ein. Das Museum folgt damit den Maßnahmen von Bund und Ländern zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Informationen zur Wiederaufnahme des Besucherbetriebs erfolgen tagesaktuell gemäß entsprechender Verordnungen. Weitere Infos

Barbara-Sammlung

Die Heilige Barbara ist in aktiven und ehemaligen Bergbaurevieren der Welt die bekannteste und auch wichtigste Schutzpatronin: Sie behütet die Bergleute bei ihrer oft gefahrenvollen Arbeit in den Bergwerken und Gruben und wird daher alljährlich am 04. Dezember, dem traditionellen Barbaratag, besonders geehrt.

Seit den 1930er-Jahren spielt die Heilige Barbara im gerade gegründeten damaligen Bergbau-Museum Bochum eine Rolle. Einerseits wurden Objekte, besonders Skulpturen, anderseits Fotografien von verschiedensten Darstellungen der Heiligen für das noch im Aufbau befindliche Museum gesammelt. Neben dem Sammeln von Objekten und Fotografien von Barbara-Darstellungen war die Untersuchung der Traditionen der Verehrung der Barbara in verschiedenen Bergbaugegenden von Interesse.

Die Menschen, die Oberschlesien als Folge des Zweiten Weltkrieges verlassen mussten, brachten ihre Tradition der Verehrung der Barbara als Schutzpatronin der Bergleute mit, als sie in das Ruhrgebiet kamen. Barbara sei, so der damalige Direktor Dr.-Ing. Heinrich Winkelmann, „für den Bergmann […] Symbol der Rechtlichkeit seines Werktages, Sinnbild seiner Arbeit, Inbegriff seines Standesbewußtseins“. Winkelmann förderte daher in Zusammenarbeit mit der 1947 gegründeten Vereinigung der Freunde von Kunst und Kultur im Bergbau e. V. die Begründung eines Barbara-Brauchtums bei den Bergleuten im Ruhrgebiet.

In der jüngeren Sammlungsgeschichte erhielten die im montan.dok beheimateten Musealen Sammlungen vor allem mit der 2002 gegründeten Nemitz-Stiftung St. Barbara einen bedeutenden Zuwachs an Exponaten mit Bezug zu der Heiligen. Seit 2009 wird ein großer Teil der Stiftungsbestände im Museumserweiterungsbau „DBM+“ präsentiert, ergänzt um weitere Objekte aus den Sammlungsbeständen.

Die Bandbreite reicht von sakralen Heiligendarstellungen bis hin zu solchen mit klassisch bergbaulichen Attributen: Kelch und Turm sind oftmals durch Grubenlampe und Fördergerüst ergänzt oder ersetzt worden. Zudem wird die Heilige Barbara häufig in einer Bergbauumgebung platziert und auch auf Alltagsgegenständen dargestellt. Mit ihrer Wandlung von einer katholischen Heiligen zur ökumenischen Schutzpatronin änderten sich ihre Darstellungsweisen, die ihr zugeschriebenen Merkmale und ihre Verwendungszwecke bzw. symbolischen Aufladungen.

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