FÜHLST DU?
Tisa von der Schulenburg – Der empathische Blick
Laufzeit: 10.02.2026 - 27.09.2026
Gräfin, Flüchtling, Nonne – Tisa von der Schulenburg (1903–2001) war vieles, vor allem Chronistin gelebter Würde. Ihre Biografie führt von Berlin und Paris über das Londoner Exil ins Ruhrgebiet und prägt ein Werk, das Menschen in Ausnahmesituationen zeigt – als Handelnde, nicht als Opfer.
Die Sonderausstellung Tisa von der Schulenburg – Der empathische Blick verknüpft Leben und Werk zu einem Rundgang durch vier Themen: Bergbau, Holocaust, Flucht, Ausgrenzung. Gezeigt werden Zeichnungen, Scherenschnitte und Skulpturen. Aus über 5.000 Arbeiten werden auch selten gezeigte Werke ausgewählt.
Die Ausstellung lädt ein, Empathie als Haltung zu verstehen – hinzusehen, zuzuhören und Verantwortung zu übernehmen.
Wer war Tisa von der Schulenburg?
Elisabeth Mary Caroline Veronika Margarethe Gräfin von der Schulenburg, genannt Tisa, wächst in einer preußischen Familie auf, studiert Kunst in Berlin und Paris und geht 1934 mit ihrem jüdischen Mann ins Londoner Exil. Nach Krieg und Verlusten führt ihr Weg ins Ruhrgebiet. 1950 tritt sie als Schwester Paula in das Ursulinenkloster Dorsten ein.
Ihr Werk kreist um humanitäre Erfahrungen: Bergbau, Verfolgung, Flucht, Ausgrenzung. Tisa begegnet Menschen mit Respekt und macht deren Würde mit schnellen Tuschestrichen, markanten Holzskulpturen und eindringlichen Plastiken sichtbar.