ANSCHNITT-Beiheft Nr. 42 erschienen

Cover Anschnitt Beiheft Bd 42

Abbildung: Verlag Marie Leidorf

Die Erschließung der Kupfervorkommen in den alpinen Gebirgsregionen erlangte vor allem im 2. und 1. Jahrtausend v. Chr. eine enorme wirtschaftliche Bedeutung, da alpines Kupfer für die Metallversorgung Europas eine zentrale Rolle spielte. In der Reihe der Anschnitt-Beihefte ist ein Band zur alpinen Kupfergewinnung in der Bronze- und Eisenzeit erschienen.

Der vorliegende Band resümiert den aktuellen Forschungsstand zur prähistorischen alpinen Kupfergewinnung von den West- und Südalpen bis vor die Tore Wiens in den Ostalpen. Die 23 Beiträge – begutachtet und bewertet von einem 35-köpfigen Team – stellen die Ergebnisse einer im September 2016 veranstalteten Tagung an der Universität Innsbruck dar, die das Forschungszentrum HiMAT mit weiteren Partnern organisiert hatte. Die Herausgeber der aktuellen Publikation bündeln Erkenntnisse neuer Forschungsinitiativen, darunter besonders die des DACH-Projekts „Prehistoric copper production in the Eastern and Central Alps – technical, social and economic dynamics in space and time“, das von 2014 bis 2018 von Partnern in Deutschland, Österreich und der Schweiz durchgeführt und vom FWF, der DFG und SNF gefördert wurde.

Die schon 1995 in der ersten Tagung „Alpenkupfer – Rame delle Alpi“ (veröffentlicht in „Der Anschnitt“, Beiheft 17 [Bochum 2004]) aufgeworfene Fahlerzproblematik wird im vorliegenden Band in ein neues Licht gerückt, vor allem sind heute die verschiedenen technischen Prozesse im Rahmen einer allgemeineren „chaîne opératoire“ viel klarer geworden. In Umrissen lässt sich schon heute erkennen, wie unterschiedlich einzelne alpinen Regionen allgemeinere technische und wirtschaftliche Konzepte rund um die Kupfergewinnung adaptiert haben.

Das Deutsche Bergbau-Museum Bochum forscht seit den 1960er Jahren in den Alpen, so im Trentino und am Mitterberg im Land Salzburg. Seit 2002 leitet unser Haus die Arbeiten am bekannten bronzezeitlichen Grubenbau im Arthurstollen und führt seit 2006 ein großangelegtes Forschungsprogramm zur Montanlandschaft „Mitterberg“ durch. Die vorliegende Publikation ist zusammen mit Partnerinnen und Partnern in Zürich und Innsbruck entstanden.

Rouven Turck, Thomas Stöllner, Gert Goldenberg (Eds.), Alpine Copper II - Alpenkupfer II - Rame delle Alpi II - Cuivre des Alpes II. New Results and Perspectives on Prehistoric Copper Production. Anschnitt Beiheft, Bd. 42 (=Veröffentlichungen aus dem Deutschen Bergbau-Museum Nr. 236), 2019, Verlag Marie Leidorf, ISBN 978-3-86757-034-3.

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