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ANSCHNITT Beiheft Nr. 46 erschienen

Copyright: Verlag Marie Leidorf

Das ANSCHNITT Beiheft 46 „Depositional Practices at the Natural Sanctuary of Veshnaveh, Central Iran. Jewellery and Watery Caves“ ist gleichzeitig der erste Band der Unterreihe Mining Archaeology in Iran. Es stellt Ergebnisse des deutsch-iranischen Forschungsprojekts „Early Mining and Metallurgy in West-Central Iran“ vor und bietet eine Einordnung der Schmuckfunde aus dem Bergbaurevier von Veshnaveh.

Die bergbauarchäologischen Ausgrabungen in Veshnaveh gehörten zu den ersten systematischen ihrer Art in Iran. Dies ist erstaunlich, da der Ort selbst seit den 1970er-Jahren bekannt und beschrieben war, aber erst in den frühen 2000er-Jahren vom Deutschen Bergbau-Museum Bochum zusammen mit iranischen Forschenden gründlich untersucht werden konnte. Die gemeinsamen iranisch-deutschen Forschungen in Veshnaveh wurden im Rahmen des Projekts „Early Mining and Metallurgy in West-Central Iran“ durchgeführt, das bis 2005 fortgesetzt wurde. In diesem Zusammenhang wurde das Bergbaurevier von Veshnaveh umfassend erforscht und erstmals untertage Ausgrabungen und Surveys in der Umgebung des Bergbaugebietes durchgeführt.

Umso überraschender war die Entdeckung der rituellen Nachnutzung eines bronzezeitlichen Kupferbergwerks bei der Erforschung der Bergbaubefunde. Die Ausgrabungen ab 2001 machten sofort deutlich, dass es sich bei diesen Ablagerungen nicht um Bergbauschutt handelte, wie man es bei bergbaulichen Aktivitäten erwarten würde. Die Funde legten einen anderen Zusammenhang nahe, und es war klar, dass es sich um einen besonderen ländlichen Kultplatz der vor- und frühzoroastrischen Kulte handelte.

Dr. Natascha Bagherpour Kashani hat über die Deponierungspraxis des Naturheiligtums mit Fokus auf die Schmuckniederlegungen und die Wasser enthaltende „Höhle“ bereits im Jahr 2011 promoviert. In neuer Überarbeitung, als erster Band der Unterrreihe „Mining Archaeology in Iran“ und als Auftakt der Gesamtpublikation über Veshnaveh erschien nun Der Anschnitt, Beiheft 46: „Depositional Practices at the Natural Sanctuary of Veshanveh, Central Iran. Jewellery and Watery Caves.“ Darin beschäftigt sich die Autorin mit der Einordnung der Schmuckfunde, deren möglichen Import und Handel, der Deponierungspraxis und Aspekten zu vorislamischen religiösen Handlungen sowie religiös Handelnden.

Natascha Bagherpour Kashani: Depositional Practices at the Natural Sanctuary of Veshnaveh, Central Iran. Jewellery and Watery Caves.  Der Anschnitt, Beiheft 46 (= Veröffentlichungen aus dem Deutschen Bergbau-Museum Bochum, Nr. 247). Bochum und Rahden/Westf., 2022: Marie Leidorf. ISBN 978-3-86757-040-4

Der Titel kann direkt über den Verlag Marie Leidorf  oder über den Buchhandel bezogen werden.