Ab Dienstag, 3. November 2020, stellt das Deutsche Bergbau-Museum Bochum seinen Besucherbetrieb ein. Das Museum folgt damit den Maßnahmen von Bund und Ländern zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Informationen zur Wiederaufnahme des Besucherbetriebs erfolgen tagesaktuell gemäß entsprechender Verordnungen. Weitere Infos

Ausgabe 6/2020 von Der Anschnitt ist erschienen

Die letzte Ausgabe des Jahres 2020 der Zeitschrift DER ANSCHNITT ist erschienen. Vorliegendes Heft widmet sich einem breiten montanhistorischen Themenspektrum. Die Zeitschrift kann über die VFKK oder online bezogen werden.

Dr. Lena Asrih, stellvertretende Leiterin des Forschungsbereichs Bergbaugeschichte im Deutschen Bergbau-Museum Bochum, befasst sich in ihrem Beitrag mit der Erforschung des Wissens über Georessourcen im Mittelalter. Dabei werden innovative Forschungsansätze aus dem Feld der Wissensgeschichte vorgestellt, um diese für die Bergbaugeschichte fruchtbar zu machen. Asrih formuliert das Anliegen, neue Fragestellungen zu entwickeln, neue Quellen zu erschließen oder bekannte Quellen neu zu lesen, um vergangene Wissensbestände zu Georessourcen zu identifizieren. Sie plädiert für eine ganzheitliche Betrachtung nicht nur, wie bislang vorherrschend, technischer, sondern auch emotionaler oder spiritueller Aneignungen von Georessourcen und insgesamt für eine erweiterte Perspektive mit einem breiten interdisziplinären Vorgehen.

Dr. Ivonne Burghardt und Dr. Christiane Hemker vom Landesamt für Archäologie Sachsen stellen in ihrem Aufsatz das „Archiv-Net Projekt: Bergbau und Mobilität im sächsischen Erzgebirge im Mittelalter und der Frühen Neuzeit“ vor, das nach rund zwei Jahren im September 2020 abgeschlossen wurde. Darin untersuchten deutsche und tschechische Archäologen, Historiker und andere Wissenschaftler in einer Pilotstudie transregionale Austausch- und Migrationsphänomene im mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Bergbau der Region. Seit 2012 waren hier im Verlauf des ArchaeoMontan-Projekts unzählige Funde und schriftliche Quellen entdeckt und untersucht worden. Viele von ihnen wiesen auf einen aktiven Kultur- und Technologietransfer zwischen den europäischen Bergbaurevieren hin und wurden nun im Rahmen des Projekts „Archiv-Net“ mit einem breiten interdisziplinären Methodenspektrum weiteren Forschungen unterzogen. Der Beitrag stellt ausgewählte Ergebnisse zu verschiedenen Aspekten vor, die mit dem Them Wissenstransfer zwischen Bergbaugebieten zusammenhängen.

Dr. Eva und Dr. Eckart Pasche widmen sich dem Kohlenbergbau in Oberbayern. Hier erinnert anders als im Ruhrgebiet kaum noch etwas an diese für die Region lokal ehemals wichtige Branche. Am Beispiel von Penzberg, das 1919 das Stadtrecht erhielt, wird ein Einblick in eine Facette des dortigen Pechkohlenbergbaus vorgestellt und in den Kontext zu Werken des Malers Heinrich Campendonk gesetzt, die hier entstanden.

Wie gewohnt ergänzen Miszellen und Rezensionen das Heft.

DER ANSCHNITT ist das einzige montanhistorische Periodikum von internationaler Bedeutung. Jährlich erscheinen sechs Hefte mit umfangreichen Aufsätzen zu allen Epochen der Bergbaugeschichte; Kurzbeiträge beleuchten einzelne Forschungsaspekte und -ergebnisse. Jedes Heft enthält zudem einen Rezensionsteil und eine Beilage über die „Meisterwerke bergbaulicher Kunst und Kultur“.

DER ANSCHNITT kann über die Vereinigung der Freunde von Kunst und Kultur im Bergbau e. V. (VFKK) bezogen werden. Sabine Birnfeld, sabine.birnfeld@bergbaumuseum.de, +49 (0)234-5877 193 bzw. über den Online-Shop.

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