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Von Kunststoffen, Pistolen und 3D-Digitalisierung

Foto: Helena Grebe

Im Rahmen eines Open Lab werden am Freitag, 15. Oktober 2021, Einblicke in Projekte und Arbeitsbereiche des Leibniz-Forschungsmuseums für Georessourcen geboten, die für Besuchende normalweise nicht zugänglich sind: Mitarbeitende aus den Forschungsbereichen Materialkunde und Forschungslabor sowie aus dem Montanhistorischen Dokumentationszentrum zeigen, was man über Kunststoffe wissen muss, wie man mit einer Pistole die Zusammensetzung von Objekten herausfindet und wie man ein Objekt in 3D ins Netz bekommt. Die Veranstaltung ist im Museumseintritt enthalten.

Von Kunststoffen

In der Regel beschäftigen sich unsere Mitarbeitenden im Forschungsbereich Materialkunde mit der Erhaltung von Kunststoffen, aber im Open Lab können Besuchende selbst zu Forschenden werden und diverse Kunststoffe unter die Lupe nehmen. Denn ein Alltag ohne Kunststoffe ist heutzutage fast undenkbar. Sie scheinen die Alleskönner unter den Werkstoffen zu sein. Nur: Worin ist Kunststoff überhaupt enthalten? Und ist Kunststoff gleich Kunststoff? Was kann der eine, was der andere nicht kann? Und gibt es Kunststoffe auch im Museum?

Mit kleinen Experimenten, die auch zuhause durchgeführt werden können, wird gezeigt, wie man unterschiedliche Kunststoffarten identifizieren kann. Für kleine Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben wir einen Experiment-Koffer konzipiert, mit dem die angehenden Forschenden zuhause selbst untersuchen können, wie vielfältig Kunststoffe sind. Einen Film zu den Experimenten finden Sie in unserem YouTube Video Wunderwelt der Polymere!

Von Pistolen

Wir umgeben uns mit einer Vielzahl an Objekten, die aus sehr unterschiedlichen Materialien bestehen. Manche erkennt man sofort, manche sind nicht einfach zu bestimmen. Mit der portablen Röntgenfluoreszenzpistole können unsere Forschenden sowohl im Labor als auch im Museum oder bei Ausgrabungen binnen zwei Minuten eine Analyse der Elementzusammensetzung von Objekten vornehmen. Dabei muss das Objekt nicht zerstört werden. Daher ist dieses moderne Equipment zum Beispiel auch im Schmuckladen beliebt. Denn schnell lässt sich so erkennen, ob Omas alter Ring aus echtem Gold besteht. Forschende der Forschungsbereiche Forschungslabor und Materialkunde erläutern, wie die Methode funktioniert und welchen Nutzen sie nicht nur für die Wissenschaft bringt.

Von 3D-Digitalisierung

Etwa 350.000 Objekte zählen die Musealen Sammlungen im Montanhistorischen Dokumentationszentrum (montan.dok) des Deutschen Bergbau-Museums Bochum. Nur ein Bruchteil davon ist dauerhaft in der Dauerausstellung oder im Anschauungsbergwerk zu sehen und bleibt damit für die Besuchenden weitestgehend unsichtbar. Abhilfe schafft die 3D-Digitalisierung, mit der die Objekte im Netz, z. B. auf der Online-Plattform Sketchfab, sichtbar werden können. Und das betrifft nicht nur die Teile, die man in der Betrachtung sofort sieht. Denn die 3D-Modelle ermöglichen sogar die Betrachtung der Unter- oder Rückseiten der Objekte.

Auch der Prozess vom realen Objekt zum 3D-Modell findet normalerweise im Verborgenen statt. Beim Open Lab wird das 3D-Labor nun in die Öffentlichkeit verlegt. Interessierte haben die Möglichkeit, den Prozess zu betrachten, wie Schritt für Schritt im montan.dok aus einzelnen Aufnahmen ein Objekt in 3D entsteht und ins World Wide Web wandert.

Teilnahmeinformationen im Überblick

  • Fr. 15.10.2021
  • Durchführung: von 10:00 bis 15:00 Uhr
  • Zielgruppe: alle Generationen
  • Kosten: im Museumseintritt enthalten
  • Anmeldung: nicht erforderlich
  • Teilnahmehinweis: Maskenpflicht, 3G-Regel

Eine Veranstaltung im Rahmen des Aktionsplan Leibniz-Forschungsmuseen.

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