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Wert der Vergangenheit: Neuer Leibniz-Forschungsverbund genehmigt

Foto: Helena Grebe

Im März 2021 genehmigte der Senat der Leibniz-Gemeinschaft den auf vier Jahre angelegten Forschungsverbund „Wert der Vergangenheit“. In ihm vereinen sich 20 Einrichtungen der Leibniz- Gemeinschaft, deren Spektrum von den geschichts- und kulturwissenschaftlichen über die sozial- und umweltwissenschaftlichen Instituten bis hin zu den Forschungsmuseen reicht.

Zahlreiche nationale und internationale Kooperationspartner unterstützen die Forschungen, so beispielsweise die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg, Berlin, die ETH Zürich, die University of Cambridge oder das International Centre of Advanced Studies, Delhi.

Die Idee und das Konzept gingen zurück auf die erfolgreiche Arbeit des Leibniz-Forschungsverbundes „Historische Authentizität“ (2013-2020), in dem das Deutsche Bergbau-Museum Bochum durch das montan.dok vertreten war. Diese Rolle spielt es auch in dem neu bewilligten Vorhaben, das sich der Frage widmet, welchen Wert und welche Werte jeweilige Gesellschaften der Vergangenheit zuschreiben. Getreu dem Leibniz-Motto „Theoria cum praxi“ verbindet sich hiermit das gesellschaftspolitische Anliegen, die den aktuellen Transformationsprozessen zugrundeliegenden, oftmals verdeckten Ordnungen des Wissens offenzulegen und somit ein vertieftes Verständnis für diese Prozesse zu erzeugen.

Der neue Forschungsverbund unterscheidet sich strukturell deutlich von seinem Vorgänger: Die Forschungen werden nun in neun autonom agierenden Arbeitsgruppen, so genannten Labs, durchgeführt. Wissenschaftler des montan.dok verantworten zwei Labs: Gemeinsam mit Dr. Katja Stopka (Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam) koordiniert Dr. Michael Farrenkopf „Geschichtskulturelle Eigenzeiten“. Dessen Forschungsfragen richten sie darauf, wie konkrete und gedachte Orte Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft verbinden und damit spezifische Regime von Zeitlichkeit und Räumlichkeit herstellen. Die Koordination des Labs „Inwertsetzung und Kommodifizierung“ liegt in den Händen von Dr. Corinne Geering (Leibniz-Institut für Geschichte und Kultur des östlichen Europa, Leipzig) und Dr. Torsten Meyer. Das übergeordnete Interesse richtet sich auf die Frage, wie sich Geschichtsvermarktung mit unterschiedlichen Werten – ökonomischen, sozialen und moralischen – verbindet und ob es Werte gibt, die sich einer Monetarisierung entziehen. Zusätzlich stärken Dr. Stefan Przigoda und Dr.-Ing. Silke Haps mit ihren Expertisen das montan.dok-Team.

Informationen über die Leibniz-Forschungsverbünde finden Sie auf der Website der Leibniz-Gemeinschaft.

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