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Eine Untersuchung unter Berücksichtigung der allgemeinen Bergrechtsgeschichte Mitteleuropas vom 12. bis ins 14. Jahrhundert
Zur Frage nach der Aktualität und Praktikabilität des Freiberger Bergrechts auf Grundlage einer Übertragung aus dem Mittelhochdeutschen
Das Ziel des Projekts liegt in der Darstellung des Bergrechts im markmeißnischen Teil des Erzgebirges und dessen Befragung hinsichtlich seiner Aktualität und Praktikabilität, eingeordnet in die allgemeinen bergrechtlichen und bergbauhistorischen Entwicklungen in Mitteleuropa vom 12. bis ins 14. Jahrhundert. Ein Teil der Erkenntnisse wird in einem interdisziplinären Zugriff mit archäologischen Befunden in Zusammenhang gebracht, um Aussagen zur bergrechtlichen Theorie und Praxis treffen zu können, die über die reine Schriftquellenanalyse hinausgehen. Für diesen Zweck werden die beiden ältesten Freiberger Bergrechtstexte "sogenanntes Freiberger Bergrecht A und B aus dem Mittelhochdeutschen übersetzt.

Der interdisziplinäre Zugriff über die archäologischen Wissenschaften, der archäologische Befunde mit bergrechtlichen Regelungen in Verbindung setzt, zeigt Perspektiven und Potenziale einer interdisziplinären Montangeschichtsforschung auf. Viele Befunde, die durch neuere montanarchäologische Forschungen "insbesondere im Erzgebirge "bekannt geworden sind, helfen beispielsweise, die Inhalte der Bergrechtstexte besser zu verstehen und Abläufe nachvollziehen zu können. Andersherum bietet die Untersuchung der bergrechtlichen Überlieferung aus dem Mittelalter auch der archäologischen Forschung viele ergänzende Informationen, die die materielle Überlieferung schwer oder nicht vermitteln kann.

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Projektleitung
Projektträger

Deutsches Bergbau-Museum,  Forschungsbereich Bergbaugeschichte

beteiligte forschende Bereiche
Laufzeit

2011 – 2014

  • Lena Asrih: „Das synt gemeyne bergrecht…“. Inhalte und Anwendung des Freiberger Bergrechts im Mittelalter (= RITaK 4) (= Anschnitt Beiheft 36) (= Veröffentlichungen aus dem Deutschen Bergbau-Museum Bochum, Nr. 221), Bochum 2017.
  • Lena Asrih: Airborne laser scans as a tool for historical science? First methodic considerations using the example of medieval mining in the Saxon Ore Mountains (Erzgebirge/Germany), in: Anreiter, P. et al. (Hgg.): Mining in European History and its impact on Environment and Human Societies. 2nd Mining in European History Conference of the FZ HiMAT. Innsbruck, 7.-10.11.2012, Innsbruck 2013, S. 229–234.
  • Lena Asrih: Zur Problematik des Bergregalbegriffs und zu den Anfängen des Bergregals in der Markgrafschaft Meißen, in: Smolnik, R. (Hg.): ArchaeoMontan 2012. Erkunden. Erfassen. Erforschen // Průzkum, Evidence, Interpretace. Internationale Fachtagung Dippoldiswalde 18. bis 20. Oktober 2012 // Mezinárodní konference Dippoldiswalde, 18. až 20. říjen 2012, Dresden 2013 (= Arbeits- und Forschungsberichte zur sächsischen Bodendenkmalpflege, Beiheft 26), S. 153–162 (inkl. tschechische Übersetzung).