Junger Initiativkreis Ruhr lädt junge Erwachsene zum Dialog ins Deutsche Bergbau-Museum Bochum
Ein zentraler Bestandteil des Abends war die aktive Beteiligung des Publikums. (Foto: Joshua Jung)
Im Mittelpunkt stand die Frage, wie junge Menschen Demokratie im Alltag konkret mitgestalten können. Das dialogorientierte Format verband kurze Beiträge aus Medien, Zivilgesellschaft und Wissenschaft mit interaktiven Beteiligungselementen und setzte damit bewusst auf Austausch statt Frontalprogramm.
Zu den Mitwirkenden gehörten Prof. Lorenz Narku Laing (Rassismus- und Diversitätsforscher), Hatice Kahraman (Chefredakteurin Salon5), Lamia Faqirzada-Özal (Rechtsanwältin und JoinPolitics) sowie ARD-Journalist und Auslandskorrespondent Vassili Golod, der aus Kiew zugeschaltet war. Moderiert wurde der Abend von der Journalistin und Autorin Najima El Moussaoui. Die Referierenden warben dafür, demokratische Beteiligung nicht als abstraktes Prinzip zu verstehen, sondern als konkrete Aufgabe im persönlichen, beruflichen und gesellschaftlichen Umfeld.
Prof. Narku betonte: „Ich genieße viele demokratische Rechte. Gleichzeitig treffe ich jeden Tag Menschen, die diese nicht haben. Demokratisierung als Prozess bedeutet, dafür zu kämpfen, dass alle meine Rechte auch erhalten.“
Hatice Kahraman, Chefredakteurin der Jugendredaktion Salon 5 bei Correctiv, hob die Bedeutung von Medienkompetenz und öffentlichem Diskurs hervor: „Diese Veranstaltung zeigt, warum wir gerade jetzt mehr ins Gespräch kommen sollten: Demokratie braucht den Diskurs vor Ort!“
Ein zentraler Bestandteil des Abends war die aktive Beteiligung des Publikums. Über REDE-Karten, eine interaktive REDE-Wall und einen „Ruhrgebiets-Realitätscheck“ brachten die Teilnehmenden eigene Einschätzungen und Vorschläge ein. Zum Abschluss formulierten sie persönliche „100-Tage-Versprechen“ – konkrete Schritte, mit denen sie demokratische Werte im Alltag stärken wollen.
„Eine funktionierende Demokratie braucht engagierte junge Menschen, die sich einbringen und Verantwortung übernehmen wollen. Dass heute 100 starke Stimmen zu unserer Veranstaltung ins Deutsche Bergbau-Museum Bochum gekommen sind, macht uns Mut. Jetzt kommt es darauf an, dass aus den Impulsen konkretes gesellschaftliches Engagement entsteht. Der Junge Initiativkreis Ruhr bleibt deshalb gerne mit den Teilnehmenden im Dialog“, sagt Jasmin Buck, Mitglied im Jungen Initiativkreis Ruhr und Sprecherin der Demokratie-AG.
Über den Jungen Initiativkreis Ruhr
Der Junge Initiativkreis Ruhr ist das Netzwerk für junge Führungskräfte unter 40 Jahren in und aus den Partnerunternehmen, die sich im Initiativkreis Ruhr zusammengeschlossen haben. Im Jungen IR vernetzen sich die Führungskräfte und engagierte Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft im Ruhrgebiet. Ziel ist es, Impulse für die Zukunft der Region zu setzen und gesellschaftliches Engagement zu stärken.
Über das Deutsche Bergbau-Museum
Das Deutsche Bergbau-Museum Bochum ist eines von acht Forschungsmuseen der Leibniz-Gemeinschaft. Es zeigt und erforscht die Geschichte der Gewinnung, Verarbeitung und Nutzung von Rohstoffen und vermittelt, wie eng diese mit Umwelt, Technik und Gesellschaft verbunden sind. Als Forschungsmuseum bewahrt es bedeutende Zeugnisse des Bergbaus, vermittelt Wissen für unterschiedliche Zielgruppen und schafft Räume für Austausch, Diskussion und neue Perspektiven. Vier Rundgänge in der Dauerausstellung und das Anschauungsbergwerk machen die vielfältigen Facetten des Bergbaus über und unter Tage erlebbar.
Pressekontakt:
Katja Mazurek, Pressesprecherin Initiativkreis Ruhr, mazurek@i-r.de
Sophia Sievers, Pressesprecherin Deutsches Bergbau-Museum, Sophia.Sievers@bergbaumuseum.de
Text: Initiativkreis Ruhr