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Schriftenreihe erscheint bei De Gruyter

Das Montanhistorische Dokumentationszentrum und das Deutsche Bergbau-Museum Bochum veröffentlichen ihre Schriftenreihe „Veröffentlichungen des Deutschen Bergbau-Museums Bochum“ nun beim renommierten Wissenschaftsverlag De Gruyter. Beim neuen Verlagspartner erscheinen zum Auftakt vier Publikationen, die im Rahmen der Forschungsprojekte „Getrenntes Bewahren – Gemeinsame Verantwortung“ und „montan.dok 21“ entstanden.

Als interdisziplinäres und außeruniversitäres Forschungsmuseum der Leibniz-Gemeinschaft vereint das Deutsche Bergbau-Museum Bochum geistes- und naturwissenschaftliche Fachrichtungen unter seinem Dach. Forschungsprojekte mit ihren jeweils eigenen Publikationskulturen haben oftmals in Kooperation mit namhaften universitären und außeruniversitären Einrichtungen sowie Partnern aus Kultur und Wissenschaft internationale Relevanz und Wirkung. Die Ergebnisse, die grundsätzlich ein Peer-Review-Verfahren durchlaufen, werden zentral in der Reihe „Veröffentlichungen aus dem Deutschen Bergbau-Museum Bochum“ publiziert, die Publikationen des montan.dok dabei zusätzlich in der eigenen Reihe „Schriften des Montanhistorischen Dokumentationszentrums“ geführt.

Im Ergebnis eines intensiven und damit längerfristigen Auswahlverfahrens seit Herbst 2019 wurde mit dem international renommierten Wissenschaftsverlag De Gruyter ein neuer Rahmenvertragspartner zur Veröffentlichung der eigenen Forschungs- und Arbeitsergebnisse gefunden. Im Rahmen einer stringenten Publikationsstrategie können durch die neue Zusammenarbeit auch die für Leibniz-Einrichtungen heute zwingend geforderten Standards von Open Access in vollem Umfang eingehalten und bedient werden.

Das montan.dok hat sich nicht nur intensiv in die Vertragsverhandlungen eingebracht, es hat im Herbst 2020 auch gleich die ersten vier Bände in der neuen Kooperation zu verantworten. Es handelt sich dabei um teils sehr umfangreiche Publikationen, die aus den von der RAG-Stiftung geförderten Projektzusammenhängen „Getrenntes Bewahren – Gemeinsame Verantwortung (GBGV)“, „montan.dok 21“ sowie dem gemeinsam mit dem Forschungsbereich Bergbaugeschichte des DBM durchgeführten Projekt „Vom Boom zur Krise. Der deutsche Steinkohlenbergbau nach 1945“ stammen.

Alle Informationen zur VDBM-Reihe finden Sie auf der Website des Verlags.

DIE VERÖFFENTLICHUNGEN IM ÜBERBLICK

Farrenkopf, Michael/Siemer, Stefan (Hrsg.): Bergbausammlungen in Deutschland. Eine Bestandsaufnahme, Berlin/Boston 2020 (= Veröffentlichungen aus dem Deutschen Bergbau-Museum Bochum, Nr. 233 | Schriften des Montanhistorischen Dokumentationszentrums, Nr. 36).

Eine methodisch reflektierte Auseinandersetzung mit dem materiellen Erbe des deutschen Steinkohlenbergbaus fehlte bislang. Die Publikation beschäftigt sich in ihren Beiträgen daher sowohl mit den Prozessen einer bergbaubezogenen Musealisierung als auch exemplarisch mit der Erforschung und Erfassung einzelner Objekte und Sammlungen aus dem montan.dok des DBM. Der Fokus liegt dabei insbesondere auf technischen Innovationen des 20. Jahrhunderts, die z. B. im Bereich der Grubenrettung, des Transports unter Tage oder der Kohlengewinnung einen wichtigen Abschnitt der Geschichte des industriellen Bergbaus illustrieren. Hinzu kommt erstmals eine Übersicht aller auf den Steinkohlenbergbau bezogenen musealen Einrichtungen in Deutschland, deren Spektrum von Vereinen über Stadtmuseen bis hin zu überregionalen Museumsverbünden reicht.

Farrenkopf, Michael/Siemer, Stefan (Hrsg.): Perspektiven des Bergbauerbes im Museum. Vernetzung, Digitalisierung, Forschung, Berlin/Boston 2020 (= Veröffentlichungen aus dem Deutschen Bergbau-Museum Bochum, Nr. 235 | Schriften des Montanhistorischen Dokumentationszentrums, Nr. 37).

Eine modernen Standards genügende Erfassung, Dokumentation und Erforschung der materiellen Hinterlassenschaften des Steinkohlenbergbaus steckt vielerorts erst in den Anfängen. Die Publikation enthält die Beiträge einer Ende 2017 vom montan.dok veranstalteten Tagung, die es sich zum Ziel gesetzt hatte, Vertreter aus verschiedenen Museen und musealen Einrichtungen zusammenzubringen, um Sammlungen und Objekte im Spannungsfeld von Musealisierung, Digitalisierung, Restaurierung und Objektforschung zu diskutieren. Die Beiträge greifen dieses breite Themenspektrum auf und loten die Möglichkeiten einer methodisch reflektierten Montangeschichte aus. Dies mit Blick auf die Objektforschung und die Nutzung objektbezogener archivalischer Quellen wie auch in Hinsicht auf die Präsentation von objektbezogener Forschung in der digitalen Welt.

Siemer, Stefan: Das materielle Erbe des Steinkohlenbergbaus in Deutschland. Eine Handreichung zur Dokumentation und Digitalisierung in kleinen Sammlungen, Berlin/Boston 2020 (= Veröffentlichungen aus dem Deutschen Bergbau-Museum Bochum, Nr. 237 | Schriften des Montanhistorischen Dokumentationszentrums, Nr. 38).

Die Publikation möchte mit Blick auf kleine Sammlungen zum Steinkohlenbergbau in Deutschland Mindeststandards bei der Erfassung und Dokumentation von Objekten vorstellen. Im Mittelpunkt stehen dabei Techniken des Fotografierens, die Erstellung von Datenbanken und die Präsentation von Objekten im Netz. Abgerundet wird die Handreichung durch eine Auflistung verschiedener Fördermöglichkeiten für kleine Museen und umfangreiche Literaturangaben.

Farrenkopf, Michael/Meyer, Torsten (Hrsg.): Authentizität und industriekulturelles Erbe. Zugänge und Beispiele, Berlin/Boston 2020 (= Veröffentlichungen aus dem Deutschen Bergbau-Museum Bochum, Nr. 238 | Schriften des Montanhistorischen Dokumentationszentrums, Nr. 39).

Der ökonomische und soziale Strukturwandel der Industriegesellschaft findet seine kulturellen Entsprechungen in der post-industriellen „Landschaftsreparatur“ und in der „Musealisierung“ industrieller Hinterlassenschaft. Strategien der In-Wert-Setzung des industriekulturellen Erbes ließen neue Orte und Landschaften der Erinnerung entstehen, die zentrale Ankerpunkte regionaler, post-industrieller Identitäten sind. Dabei erscheint das Argument des Authentischen essentiell für die In-Wert-Setzungs-Prozesse des industriekulturellen Erbes. Aus unterschiedlichen Perspektiven thematisieren die Beiträge des Bandes diese Zusammenhänge. Sie historisieren zugleich die industriekulturelle Authentizität.

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