Unter Berücksichtigung von aktuellen gesetzlichen Auflagen und geltenden Hygienestandards hat das Deutsche Bergbau-Museum Bochum den Besucherbetrieb wiederaufgenommen. Bitte melden Sie sich zu allen Führungen vorab an: telefonisch unter +49 234 5877-126 (Di. bis Fr. zwischen 09:00 und 15:00 Uhr) oder per Mail an service@bergbaumuseum.de. Weitere Infos ...
Steinkohle | Bergbau | Bodenschätze | Kunst

Rundgänge

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Steinkohle | Bergbau | Bodenschätze | Kunst

Rundgänge

Vier Rundgänge führen die Besucherinnen und Besucher des Deutschen Bergbau-Museums Bochum seit Sommer 2019 durch das Haus: Steinkohle, Bergbau, Bodenschätze und Kunst vermitteln die Bandbreite des Leibniz- Forschungsmuseums für Georessourcen. 

Mit der neuen Dauerausstellung stellt sich das Deutsche Bergbau-Museum Bochum der Herausforderung, Inhalte und Ergebnisse aus der eigenen Forschung spannend, lehrreich und informativ zu präsentieren und die diversen Zielgruppen mit verschiedenen Vermittlungsangeboten anzusprechen. Ob als interaktives Spiel, multimediale Vermittlungsstation oder Hands-on-Exponat – nachhaltig sollen die Inhalte der Dauerausstellung vermittelt werden. Ergänzend führt eine Kinderspur durch die Rundgänge, mit eigenen Exponaten und auf Augenhöhe der jüngsten Besucherinnen und Besucher.

Über 3.000 Exponate – darunter Objekte des Montanhistorischen Dokumentationszentrums des Deutschen Bergbau-Museums Bochum, Leihgaben und neue Exponate – werden für die vier Rundgänge in neuem Licht präsentiert. Eine Verschlankung der Exponatanzahl setzt einzelne außergewöhnliche Objekte aus der früheren Dauerausstellung neu in Szene und stellt eine veränderte Kontextualisierung her. Jeder der vier Rundgänge erhielt neben einem thematischen Schwerpunkt auch ein eigenes Gestaltungskonzept.

Die Sanierung des Nordflügels und die Neugestaltung der Rundgänge Steinkohle und Bergbau wurden von der RAG-Stiftung im Rahmen des Projektes „Glückauf Zukunft!“ gefördert. Die Sanierung des Südflügels und die Neugestaltung der Rundgänge Bodenschätze und Kunst wurden im Rahmen der Bund-Länder-Förderung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert. Beide Maßnahmen wurden zudem gefördert durch die Träger des Hauses: die Stadt Bochum und die DMT-Gesellschaft für Lehre und Bildung mbH.

Die vier Rundgänge der Dauerausstellung

Empfangen werden die Besucherinnen und Besucher von dem Stammrest eines Schuppenbaumes aus dem Karbonzeitalter (ca. 306 Mio. Jahre) und einem raumfüllenden Ölgemälde einer Landschaft zur Steinkohlezeit (1923). Mit dem Prolog beginnt der Rundgang, der die Geschichte des deutschen Steinkohlenbergbaus vermittelt. Denn wohl kaum ein anderer Wirtschaftszweig wie der Steinkohlenbergbau prägte so nachhaltig Geschichte, Wirtschaft, Umwelt, Sozialleben und Kultur.

Im Verlauf des Rundgangs erzählen rund 600 Objekte von technischen Entwicklungen, sozialen Errungenschaften sowie gesellschaftlichen und kulturellen Zusammenhängen rund um die Steinkohle in Deutschland: von der Teil- bis zur Vollmechanisierung, von dem Grubenrettungswesen und der Arbeitssicherheit, von der Entstehung von Gewerkschaften und Verbänden, von sozialverträglichem Ausstieg aus der Steinkohlenförderung und den Herausforderungen einer Nachbergbauzeit. Der Rundgang mündet im Epilog mit einem Blick in Gegenwart und Zukunft der Metropole Ruhr.

Rohstoffe begleiten den Menschen seit jeher. Ihre Gewinnung, Verarbeitung und Nutzung haben sich und die Menschheit im Laufe der Zeit verändert. Die Erforschung dieser Themen ist Aufgabe des Deutschen Bergbau-Museums Bochum, das seit 1977 mit der Aufnahme in die Blaue Liste zum Forschungsmuseum wurde.

Der zweite Rundgang vermittelt dies in vielfältiger Art und Weise: Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Disziplinen Archäometallurgie, Bergbaugeschichte, Materialkunde und Montanarchäologie beleuchten die Geschichte des Bergbaus von der Steinzeit über die Antike bis in das Mittelalter, der Frühen Neuzeit über die Industrialisierung bis in die Gegenwart – und wagen am Ende auch einen Blick in die Zukunft des Bergbaus tief in der See oder im Weltraum. Dies geschieht anhand von gut 1.150 Objekten, die verdeutlichen, dass das Verhältnis des Menschen zum Bergbau auch das Zusammenspiel von technischer Weiterentwicklung und Lösungskompetenz sowie von Wissenserwerb und Macht ist.

Bodenschätze sind – mit Ausnahme von Wasser – alle festen, gasförmigen oder flüssigen mineralischen Rohstoffe, die in natürlichen Ablagerungen oder Ansammlungen, den sognannten Lagerstätten, vorkommen. Man findet sie in oder auf der Erde, im Wasser, auf dem Meeresgrund und im Meeresuntergrund. Ihre Vorkommen sind endlich. Doch für den Menschen haben sie einen hohen Nutzen, die heutige technikorientierte Welt wäre ohne Georessourcen nicht mehr denkbar. Damit hat ihre bergbauliche Gewinnung über und unter Tage auch einen hohen wirtschaftlichen Wert. Der Rundgang beginnt mit geowissenschaftlichem Basiswissen: Wie alt ist die Erde? Was sind Minerale und Gesteine? Wie und wo entstehen Lagerstätten? Im Rohstofflabor werden dann Vorkommen und Nutzung an Mitmachstationen unter die Lupe genommen. Denn nicht immer lässt sich Rohstoffeinsatz auf den ersten Blick erkennen, Vielfalt und Einsatzmöglichkeiten sind immens. Doch die Nutzung von Georessourcen hat Vor- und Nachteile. Ihre Nutzung ist auch eine Frage der Verantwortung.

Bergbau und Kunst sind eng miteinander verbunden, ohne dass die Branche je zentrales Motiv der bildenden Kunst wurde. Im 17. und 18. Jahrhundert hatte Bergbau für die Herrscherhöfe große wirtschaftliche Bedeutung, eine Fülle bergbaulicher Prunkgegenstände entstand. Mit der Industrialisierung rückten dann Bergleute und der wachsende Industriezweig selbst in den Fokus. Kunstwerke entstanden ebenso aus eigener Verbundenheit mit der Branche wie als konkrete Auftragsarbeit. Der Rundgang gliedert sich nach den Merkmalen des Bergbaus, greift sie motivisch auf. Die Bandbreite reicht von Werken renommierter Kunstschaffender bis hin zur Laienkunst, präsentiert mit Exponaten des 17. bis zum beginnenden 21. Jahrhundert. Skulpturen, Gemälde und Grafiken werden durch kunstgewerbliche und -handwerkliche Objekte ergänzt. Bewusst erfolgt keine Hierarchisierung von Kunst. Vielmehr fragt der Rundgang nach der Bedeutung der Kunstwerke für bestimmte Personenkreise und rückt damit die diversen Motivationen, Kunst zu schaffen, in Auftrag zu geben und auszustellen, in den Mittelpunkt.

Führungen durch die Dauerausstellung
Gefördert durch
Aktuelle Meldungen

Museumsfest beendet: Gäste kamen aus ganz NRW

Foto: Helena Grebe

Das Deutsche Bergbau-Museum hat am 13. und 14. Juli 2019 gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern aus dem Ruhrgebiet und ganz Nordrhein-Westfalen die Wiedereröffnung nach gut dreijährigem Umbau gefeiert: Insgesamt rund 6.500 Besucherinnen und Besucher besuchten am ersten NRW-Ferienwochenende bei freiem Eintritt das Musemsfest mit Führungen, Musik, Walking Acts und Präsentationen der Abteilung Forschung. Die Gäste mit der weitesten Anreise kamen aus Neuseeland.

„Wir freuen uns sehr, dass wir unser Haus jetzt wieder im Normalbetrieb für unsere Besucherinnen und Besucher öffnen können. Die neue Dauerausstellung mit den vier Rundgänge ist fertig und ergänzt mit Anschauungsbergwerk und Turmfahrt unser Vermittlungsangebot über die faszinierenden Welten des Bergbaus“, so Museumsdirektor Prof. Dr. Stefan Brüggerhoff.

Ab Dienstag, 16. Juli 2019, öffnet das Deutsche Bergbau-Museum Bochum wieder regulär. Dann warten neben den vier Rundgängen der neuen Dauerausstellung „Steinkohle“, „Bergbau“, „Bodenschätze“ und „Kunst“ auch das Anschauungsbergwerk und das Fördergerüst zu den regulären Öffnungszeiten und mit neuer Eintrittspreisstruktur. Mit den NRW-Sommerferien startet auch das vielfältige Ferienprogramm im Museum.

Informationen zur neuen Dauerausstellung finden Sie hier
Informationen zum Ferienprogramm erhalten Sie hier.

Die Sanierung des Nordflügels und die Neugestaltung der Rundgänge „Steinkohle“ und „Bergbau“ wurden von der RAG-Stiftung im Rahmen des Projektes „Glückauf Zukunft!“ mit 15 Mio. Euro gefördert. Die Sanierung des Südflügels und die Neugestaltung der Rundgänge „Bodenschätze“ und „Kunst“ wurden im Rahmen der Bund-Länder-Förderung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen mit 12,6 Mio. Euro finanziert. Beide Maßnahmen wurden ferner in Höhe von jeweils 3,2 Mio. Euro durch die Träger des Hauses gefördert: die Stadt Bochum und dieDMT-Gesellschaft für Lehre und Bildung mbH.

Öffnungszeiten
Di. bis Fr.: 08:30 - 17:00 Uhr
Sa, So und feiertags: 10:00 - 17:00 Uhr
geschlossen: montags sowie am 01.01., 01.05., 24. bis 26.12. sowie 31.12.
letzte Grubenfahrt: 15:30 Uhr
letzte Turmfahrt: 16:30 Uhr

Eintritt
Erwachsene: 10,00 €€
ermäßigt*: 5,00 €€€
Kinder (bis 5 Jahre): frei
Familienkarte**: 22,00 €€€
Jahreskarte: 28,00 €€€
Familienjahreskarte: 60,00 €€€

* gilt für Kinder/Jugendliche (6 - 17 Jahre), Studierende, Auszubildende, Arbeitslose, Menschen mit Behinderung, Spätbesucher
** gilt für zwei Erwachsene mit bis zu vier Kindern (6 - 17 Jahre)
Schulklassen im Klassenverbund zahlen pro Person 3,00 €€.

Das Eintrittsentgelt berechtigt zum Besuch der vier Rundgänge der Dauerausstellung und des Anschauungsbergwerks sowie zur Turmfahrt (witterungsbedingt) am Tag des Erwerbs.

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