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Der ANSCHNITT 3-4/2020 widmet sich einem Sonderthema

Eine neue Ausgabe DER ANSCHNITT ist just erschienen. Die Zeitschrift widmet sich in ihrer zweiten Ausgabe des Jahres 2020 einem Sonderthema: dem vom BMBF geförderten Forschungsverbund „Umweltpolitik, Bergbau und Rekultivierung im deutsch-deutschen Vergleich.“. Beiträge liefern die in dem Verbundvorhaben tätigen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Ruhr-Universität Bochum, des Deutschen Bergbau-Museums Bochum und der TU Bergakademie Freiberg.

Im März 2019 wurde der Forschungsverbund „Umweltpolitik, Bergbau und Rekultivierung im deutsch-deutschen Vergleich. Das Lausitzer Braunkohlenrevier, die Wismut und das Ruhrgebiet (1949-1989/2000)“ gegründet. Er ist einer von 14 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Verbünden zur vergleichenden Untersuchung der DDR-Geschichte. Beteiligt sind neben dem Montanhistorischen Dokumentationszentrum (montan.dok) am Deutschen Bergbau-Museum Bochum der Lehrstuhl für Technik- und Umweltgeschichte der Ruhr-Universität Bochum und das Institut für Industriearchäologie, Wissenschafts- und Technikgeschichte der TU Bergakademie Freiberg. Das Sonderheft des ANSCHNITT stellt die Fragestellungen und Zielsetzungen der Teilprojekte vor.

Dr. des. Martin Baumert (Deutsches Bergbau-Museum Bochum/montan.dok) befasst sich mit der Theorie und Praxis der Wiedernutzbarmachung von Braunkohlentagebauen in der ehemaligen DDR und hier insbesondere mit der Bergbausanierung im Lausitzer Revier 1949-1990. Ron-David Heinen M. A. (RUB) untersucht die Veränderungen des Mensch-Umwelt-Verhältnisses am Beispiel der Steinkohlebergehalden des Ruhrgebiets nach 1945. Ein Schwerpunkt liegt bei den Akteuren und Motiven der landschaftlichen Eingliederung und Begrünung der Halden und der Frage, wie diese sich zu positiv konnotierten Zeichen des Strukturwandels entwickeln konnten. Dr. Sabine Loewe-Hannatzsch (TU Bergakademie Freiberg) widmet sich der Umweltpolitik im Uranerzbergbau der SAG/SDAG Wismut in der DDR zwischen 1946 und 1990. Auch hier geht es um die wechselseitige Abhängigkeit der verschiedenen gesellschaftlichen, betrieblichen und politischen Akteure, ihre Handlungsspielräume und Positionen.

Neben den Einzelprojekten zu den drei Revieren umfasst das Projekt zwei Querschnitts- und Vermittlungsvorhaben. Dr. Regina Göschl und Dr. Michael Farrenkopf (Deutsches Bergbau-Museum Bochum/montan.dok) befassen sich mit geschichtsdidaktischen Ansätzen und Perspektiven der Umweltgeschichte als Grundlage einer geplanten Sonderausstellung des Verbundes im Deutschen Bergbau-Museum Bochum 2022. Der Beitrag blickt in diesem Kontext zurück auf die bisherige Behandlung des Themas „Bergbau und Umwelt“ im Deutschen Bergbau-Museum Bochum. Dr. des. Simon Große-Wilde (RUB) erläutert abschließend die prosopographisch-methodischen Überlegungen für das biographische Lexikon, das erstmals einen umfassenden Überblick zu den relevanten Akteuren aus Politik, Wirtschaft und Kultur im Bereich der Rekultivierung bieten wird.

Wie gewohnt ergänzen Miszellen und Rezensionen das Heft.

DER ANSCHNITT ist das einzige montanhistorische Periodikum von internationaler Bedeutung. Jährlich erscheinen sechs Hefte mit umfangreichen Aufsätzen zu allen Epochen der Bergbaugeschichte; Kurzbeiträge beleuchten einzelne Forschungsaspekte und -ergebnisse. Jedes Heft enthält zudem einen Rezensionsteil und eine Beilage über die „Meisterwerke bergbaulicher Kunst und Kultur“.

DER ANSCHNITT kann über die Vereinigung der Freunde von Kunst und Kultur im Bergbau e. V. (VFKK) bezogen werden.
Kontakt: Sabine Birnfeld, sabine.birnfeld@bergbaumuseum.de,  +49 (0)234-5877 193 bzw. über den Online-Shop.

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